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	<title>Trittbretttreter &#187; Medien</title>
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		<title>Journalistische Redundanz &#8211; und andere Kunstfehler</title>
		<link>http://www.trittbretttreter.de/2011/05/24/journalistische-redundanz-und-andere-kunstfehler/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 May 2011 01:56:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trittbretttreter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foobar]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Netz]]></category>

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		<description><![CDATA[Das law blog verlinkt einen Artikel bei stern.de über einen Nötigungsfall. Ich finde es ja immer gut, wenn man als Leser ausreichend Gelegenheit hat, die Inhalte auch wirklich wahrzunehmen. Aber hier wurde es vielleicht doch ein wenig übertrieben. Anreißtext: Freispruch für einen Ex-&#8221;Bild&#8221;-Reporter im Berufungsprozess um das Sex-Video von Schauspieler Ottfried Fischer: Das Landgericht München [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2011/05/23/links-627/">law blog</a> verlinkt einen Artikel bei stern.de über einen <a href="http://www.stern.de/panorama/keine-noetigung-reporter-im-ottfried-fischer-prozess-freigesprochen-1688096.html">Nötigungsfall</a>. Ich finde es ja immer gut, wenn man als Leser ausreichend Gelegenheit hat, die Inhalte auch wirklich wahrzunehmen. Aber hier wurde es vielleicht doch ein wenig übertrieben.</p>
<p>Anreißtext:</p>
<blockquote><p>Freispruch für einen Ex-&#8221;Bild&#8221;-Reporter im Berufungsprozess um das Sex-Video von Schauspieler Ottfried Fischer: Das Landgericht München sah den Tatvorwurf der Nötigung und Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch unbefugte Bildaufnahmen als nicht erfüllt an.</p></blockquote>
<p>Der erste Absatz beginnt so:</p>
<blockquote><p>Freispruch für einen Ex-&#8221;Bild&#8221;-Reporter im Berufungsprozess um das Sex-Video von Schauspieler Ottfried Fischer: Das Landgericht München sah den Tatvorwurf der Nötigung und Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch unbefugte Bildaufnahmen als nicht erfüllt an.</p></blockquote>
<p>Wenn der Anreißtext das Interesse am Artikel wecken soll, welchen Zweck erfüllt dann in diesem Beispiel der erste Absatz? Ein Blick auf den Rest des Artikels führt zu der Annahme: das kann nur als Abschreckung gemeint sein.</p>
<p>Der erste Absatz endet so:</p>
<blockquote><p>Das Video zeigt Fischer beim Sex mit zwei Prostituierten.</p></blockquote>
<p>Der vorletzte Absatz endet so:</p>
<blockquote><p>Das heimlich gedrehte Video zeigt Fischer beim Sex mit zwei Prostituierten.</p></blockquote>
<p>Ich nehme an, das wurde nur wiederholt, falls es die Leser in den dazwischenliegenden dreieinhalb Absätzen vergessen haben sollten, worum es in dem Verfahren eigentlich ging.</p>
<p>Einen kleinen Rundflug durch das Rechts-System unternimmt der Artikel dann eher nach Instrumentenflugregeln. Die folgenden Schnipsel stehen jeweils in unterschiedlichen Absätzen:</p>
<blockquote><p>Der Journalist war in erster Instanz zu 14 400 (!) Euro Geldstrafe verurteilt worden.<br />
&#8230;<br />
Die Staatsanwaltschaft kündigte umgehend Revision an.<br />
&#8230;<br />
Der Reporter war in zweiter Instanz angeklagt, den Schauspieler mit einem Sex-Video zu einem Interview genötigt zu haben.</p></blockquote>
<p>Na, in welcher Instanz hat nun die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt? Wenn wir die Wikipedia befragen, kann die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Revision_(Recht)">Revision</a> wohl nur in zweiter Instanz eingelegt werden. Also muss sich der Text auf den Ausgang des aktuellen Verfahrens beziehen. So, wie es im Artikel steht, hätte das aber genauso gut ein Rückblick auf die erste Instanz gewesen sein können.</p>
<p>Aber keine Sorge, die Konfusion geht noch weiter.</p>
<blockquote><p>&#8220;Eine Nötigung sehen wir ganz klar nicht&#8221;, sagte Hemmerich zur Begründung des Freispruchs im Landgericht.</p></blockquote>
<p>Falls ihr euch jetzt fragt, wer &#8220;Hemmerich&#8221; ist: Ich auch. Er oder sie wurde nämlich im Artikel vorher nicht erwähnt. Später aber auch nicht.</p>
<p>Immerhin gibt es noch ein paar Hintergründe zu dem Fall:</p>
<blockquote><p>&#8220;Herr Fischer ist mit Sicherheit das Opfer, aber nicht des Herrn S. &#8211; sondern der Umstände und vielleicht auch seiner Agentin&#8221;, sagte die Richterin. Die Agentin hatte das Interview zwischen Fischer (&#8220;Der Bulle von Tölz&#8221;) und dem Reporter vermittelt. Der Journalist hatte das Video für ein sogenanntes Info-Honorar erhalten.</p></blockquote>
<p>Falls ihr euch jetzt fragt, wer &#8220;Herr S.&#8221; ist: Ich auch. Muss wohl der angeklagte Journalist sein.</p>
<p>Aber das ist ja nicht das Highlight. Das Highlight ist: &#8220;Der Journalist hatte das Video für ein sogenanntes Info-Honorar erhalten.&#8221; Äh. Wie meinen? Der Journalist hat das Fischer-Sex-Video von Fischers Agentin erhalten? Gegen ein sogenanntes Info-Honorar? Ernsthaft? Und warum steht dann nicht die Agentin vor Gericht? Und wie ist die überhaupt an das Video gekommen? Wollte sich Fischer auf seine alten Tage noch als Porno-König bewerben und hat seiner Agentin deshalb ein Sex-Video in die Hand gedrückt, das sie dann dummerweise einem Journalisten gegeben hat? WTF? Oder war doch alles ganz anders? Nichts genaues weiß man nicht&#8230;</p>
<p>Scheinbar versöhnliches gibt es zum Abschluss:</p>
<blockquote><p>Verteidiger Spyros Aroukatos äußerte sich am Montag zufrieden: &#8220;Das Urteil ist beeindruckend &#8211; und zwar für die Pressefreiheit.&#8221;</p></blockquote>
<p>Falls ihr euch jetzt fragt, <em>wessen</em> Verteidiger Spyros Aroukatos ist: Ich auch. Ich habe eine Theorie, dass es wohl nicht Fischers Verteidiger sein wird. Aber mehr als eine Theorie ist es nicht.</p>
<p>Ich weiß ja nicht, wie ihr das seht. Aber ich denke, wer auch immer diesen Bockmist verzapft hat, sollte echt froh sein, dass sein/ihr Name nicht bei dem Artikel dabeisteht.</p>
<p>Witzigerweise fiel mir erst am Ende des Schreibens ein, dass Stefan Niggemeier erst kürzlich <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/stern-de-anatomie-einer-attrappe/">stern.de</a> <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/stern-de-anatomie-einer-attrappe-2/">seziert</a> <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/stern-de-anatomie-einer-attrappe-3/">hat</a>. Der Kritik kann ich mich nur von ganzem Herzen anschließen.</p>
<p><strong>Nachtrag vom 28. Mai</strong>: Thomas Stadler hat zum gleichen Fall <a href="http://www.internet-law.de/2011/05/eine-anmerkung-zum-thema-qualitatsjournalismus.html">Eine Anmerkung zum Thema Qualitätsjournalismus</a> verfasst, bezieht sich allerdings auf einen Beitrag der (gedruckten) Süddeutschen Zeitung. Freundlicherweise hat er auch noch einen Link zu einer <a href="http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5j_RZbHYfUGOki_8j2F3rZq3Hg_zQ?docId=CNG.c7bd6b5eac3c53c14fad54e3e0c55990.321">AFP-Meldung</a>, in der sich der Fall wenigstens erheblich klarer darstellt als bei stern.de.</p>
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		<title>Die lange ARD-Schnarchnacht</title>
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		<pubDate>Sun, 15 May 2011 02:38:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trittbretttreter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit einigen Tagen angekündigt, sollte in den frühen Stunden des heutigen Sonntags die lange ARD-Boxnacht laufen, vom Eurovision Song Contest nur durch die Ziehung der Lotto-Zahlen und eine kurze Ausgabe der Tagesschau getrennt. Ich warte also gespannt auf den vielleicht letzten Kampf von Arthur Abraham, dessen Statistik sich in den letzten Auseinandersetzungen beim Super 6 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einigen Tagen angekündigt, sollte in den frühen Stunden des heutigen Sonntags die lange ARD-Boxnacht laufen, vom Eurovision Song Contest nur durch die Ziehung der Lotto-Zahlen und eine kurze Ausgabe der Tagesschau getrennt. Ich warte also gespannt auf den vielleicht letzten Kampf von Arthur Abraham, dessen Statistik sich in den letzten Auseinandersetzungen beim Super 6 Turnier erheblich verschlechtert hat und der heute in Los Angeles wohl gewinnen <em>muss</em>, wenn er seine Karriere fortsetzen will.</p>
<p>Das Event sollte um 1:15 unserer Zeit beginnen, aber da es beim ESC etwas länger dauerte, ging es erst gegen 1:45 los. Und zwar mit einem interessanten, aber doch recht ausgiebigen Beitrag über das Training von Abraham und seinem heutigen Gegner Andre Ward.</p>
<p>Dann, endlich, konnte man erfahren, dass Arthur Abraham erst so gegen 4:45 boxen wird.</p>
<p>Hallo? Ich meine, hätte man das bei der ARD vielleicht auch mal vorher bei den Teasern bekanntgeben können? Ist ja schon ein Unterschied von dreieinhalb Stunden.</p>
<p>Zur (erneuten) Einstimmung in die lange Boxnacht gibt es dann die Zusammenfassungen von Abrahams bisherigen Kämpfen im Super 6 Turnier.</p>
<p>Dann, gegen 3 Uhr, endlich der erste Vorkampf. Der muss dummerweise wegen Bildstörungen abgebrochen werden, und als Ersatz wird kurz entschlossen einer von Abrahams früheren Kämpfen im Turnier (noch einmal)  gezeigt.</p>
<p>Vielleicht eine halbe Stunde später wiederholt sich das Trauerspiel mit einem weiteren Vorkampf, der wegen Bildstörungen kurz entschlossen durch die (erneute) Wiederholung von einem von Abrahams früheren Kämpfen ersetzt wird.</p>
<p>Als die Leitung endlich wieder steht, wird der erste Vorkampf schließlich zu Ende gezeigt.</p>
<p>Ursache für die wiederholten Ausfälle soll ein besonders schweres Unwetter über Washington (D.C., nehme ich an) gewesen sein, von wo aus die ARD das Signal über den Atlantik leitet oder das zumindest unter normalen Umständen tut.</p>
<p>Auch bei einer Übertragung aus den USA wäre es wohl besser, da kein ausuferndes Live-Programm draus zu machen, das dann bei der langen Sendezeit zwangsläufig zu einem großen Teil aus Konserven bestehen muss und unter den üblichen Live-Problemen leidet, sondern sich beim Live-Teil auf den Hauptkampf zu beschränken und den Rest anschließend in einer Zusammenfassung abzufrühstücken.</p>
<p>Ich habe so ein Gefühl, dass die Zuschauer von &#8220;Die schönsten Bahnstrecken Europas&#8221; am Sonntag morgen um 5 auch mal auf eine Ausgabe verzichten könnten.</p>
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		<title>Wie war das doch gleich mit dem Verlinken?</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Nov 2010 17:25:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trittbretttreter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foobar]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[My Ass]]></category>
		<category><![CDATA[Netz]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor längerer Zeit hatte ich mich mal darüber ausgelassen, dass in einem Spiegel-Artikel keinerlei Links auf die Quellen gesetzt waren. Und dass das blöd ist, weil die Möglichkeit zum Setzen von Hyperlinks nunmal eines der ganz wesentlichen Merkmale des WWW ist. Wenn man also nun Links setzt, dann gibt es auch die Frage, wie man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor längerer Zeit hatte ich mich mal darüber ausgelassen, dass in einem Spiegel-Artikel <a href="/2009/07/14/verlinken-was-ist-das-denn/">keinerlei Links auf die Quellen</a> gesetzt waren. Und dass das blöd ist, weil die Möglichkeit zum Setzen von Hyperlinks nunmal eines der ganz wesentlichen Merkmale des WWW ist.</p>
<p>Wenn man also nun Links setzt, dann gibt es auch die Frage, <em>wie</em> man das am besten tut. Ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen, als ich auf tagesschau.de anlässlich eines <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/qantas146.html">Berichtes über einen A380-Triebswerksschaden</a> dann auch mal einen Blick in <a href="http://meta.tagesschau.de/id/42259/ich-sah-teile-aus-dem-fluegel-brechen">die Kommentare</a> warf. Denn ein paar Kommentatoren waren so freundlich, ihren Standpunkt durch Links auf passende Webseiten zu untermauern. Und so sehen die fraglichen Links aus:</p>
<ul>
<li>xxx.avherald.com</li>
<li>http://xxx.rolls-royce.com/deutschland/de/markets/civil/index.jsp</li>
</ul>
<p>Jetzt muss man kein Hellseher sein um zu erraten, dass die fraglichen xxx-Subdomains (jedenfalls im Moment) ungültig sind und ein reines Copy&amp;Paste der Adressen eben deshalb nicht funktioniert.</p>
<p>Die <a href="http://meta.tagesschau.de/user/register">Nutzungs-Richtlinien von meta.tagesschau.de</a> (Stand: 8. November 2010) helfen einem da weiter:</p>
<blockquote><p>6. Quellenangaben und Verlinkungen</p>
<p>Wenn Sie Zitate verwenden möchten, verweisen Sie bitte auf die Ursprungsquelle und erläutern Sie deren Bezug zum Thema. Dabei müssen Internetquellen, die auf ARD-externe Seiten verlinken, jedoch deaktiviert werden (z.B. mit xxx. anstatt www.)</p></blockquote>
<p>WTF? Die meinen das ernst. Das ist kein Programmierfehler, die User waren auch nicht zu doof, um eine simple http-Adresse einzutippen. Das ist Absicht seitens der ARD. Kann mir das mal einer erklären?</p>
<p>Ich meine, ich habe ja ein gewisses Verständnis dafür, wenn Anbieter von Webseiten die Besucher auf ihrer eigenen Seite halten wollen. Sollen sie also ihre Redakteure dazu erziehen, nur eigene Seiten zu verlinken (oder auch gar nicht zu verlinken). Aber dass den Kommentatoren untersagt wird, echte Links zu setzen, ist ja mal der Hammer.</p>
<h2>Randnotiz</h2>
<p>Eigentlich wollte ich gerade heise loben, weil die geradezu vorbildlich seit Jahren alle verfügbaren Quellen verlinken. So auch hier: <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Schaeubles-Spott-Auftritt-wird-zum-Youtube-Hit-1131807.html">Schäubles Spott-Auftritt wird zum Youtube-Hit</a>. Die Sache hat nur einen kleinen Schönheitsfehler: Der enthaltene Link führt zwar <a href="http://www.youtube.com/watch?v=7bcUzwYeXUk">zum passenden Video bei YouTube</a>, nimmt aber einen kleinen Umweg über http://dpaq.de/nJVyt. In den Kommentaren <a href="http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Re-Heise-Warum-die-URL-Verkuerzung/forum-188758/msg-19402363/read/">erläutert</a> ein dpa-Redakteur:</p>
<blockquote><p>Der Bericht stammt (wie von heise.de angegeben) vom<br />
dpa-Korrespondenten André Stahl. Wir bei der Deutschen Presse-Agentur<br />
verwenden unseren eigenen URL-Verkürzer dpaq.de, um die Links sicher<br />
über verschiedene Redaktionssysteme und E-Mail-Clients hinweg<br />
transportieren zu können. Häufig werden lange Links falsch umbrochen<br />
und funktionieren dann nicht mehr. Weitere Gründe für den Einsatz von<br />
dpaq stehen hier:</p>
<p>http://www.dpaq.de/ueber_dpaq.htm</p></blockquote>
<p>Äh, wie? Weil zu viele DAUs kaputte Software einsetzen, brauchen die jetzt einen eigenen Link-Verkürzungsdienst? Nee, ne? Die Argumente gegen solche Dienste sind ja seit langem bekannt; wenn man nicht etwa durch die Nutzung eines Kurznachrichtendienstes geradezu gezwungen wird, Links zu verkürzen, dann sollte man meiner Meinung nach die Links auch so lassen, wie sie sind. Denn sagen wir so: <strong>Ich</strong> kann jedenfalls erstmal nicht erkennen, wohin mich der Link führen wird. Aber beim dpa-Dienst <a href="http://www.dpaq.de/ueber_dpaq.html">dpaq</a> muss man sich keine Gedanken machen:</p>
<blockquote><p>URL-Kürzer verstecken jedoch die eigentliche Internet-Adresse vor dem Anwender. Daher beinhaltet bei den bestehenden Systemen ein Klick auf eine Kurz-URL immer ein gewisses Risiko, da man nicht sehen kann, wohin diese Adresse eigentlich führt. Vor diesem Hintergrund wollen wir dpaq.de als Qualitäts-Service etablieren. Redakteure achten beim Anlegen der Kurz-URLs beispielsweise darauf, dass der Weiterleitungslink nicht zu einer bedenklichen Site führt.</p></blockquote>
<p>Achso, ja wenn die dpa-Redakteure drauf achten, dass die Links unbedenklich sind, na dann ist ja alles in Ordnung, dann kann man so einen URL-Verkürzer jetzt natürlich bedenkenlos nutzen. Hallo?</p>
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		<title>Pro und Contra Kindersex</title>
		<link>http://www.trittbretttreter.de/2010/10/20/pro-und-contra-kindersex/</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Oct 2010 01:56:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trittbretttreter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foobar]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[My Ass]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich dachte ja wirklich, nach dem Missbrauch des von George Orwell geprägten Titels &#8220;Big Brother&#8221; in Form einer Fernsehshow für Möchtegern-Langweiligkeits-Exhibitionisten könnte mich das deutsche Fernsehen nicht mehr nennenswert erschüttern. Ich befürchtete, es könnte noch Luft nach unten geben. Aber dass allen ernstes RTL quasi-Werbung für ein Lolita-Bordell betreibt, während RTL2 panikartig vor Kinderschändern im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich dachte ja wirklich, nach dem Missbrauch des von George Orwell geprägten Titels &#8220;Big Brother&#8221; in Form einer Fernsehshow für Möchtegern-Langweiligkeits-Exhibitionisten könnte mich das deutsche Fernsehen nicht mehr nennenswert erschüttern. Ich befürchtete, es könnte noch <a href="http://www.internet-law.de/2010/10/tatort-internet-noch-luft-nach-unten.html">Luft nach unten geben</a>.</p>
<p>Aber dass allen ernstes RTL <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/2010/10/13/ein-maedchen-das-bei-uns-anfaengt-ist-auch-wirkliche-anfaengerin-wie-rtl-fuer-lolita-prostitution-wirbt.aspx">quasi-Werbung für ein Lolita-Bordell</a> betreibt, während RTL2 panikartig <a href="http://www.rtl2.de/66791.html">vor Kinderschändern im Netz warnt</a>, und das so gut wie gleichzeitig, das hätte ich nicht einmal dieser Senderfamilie zugetraut.</p>
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		</item>
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		<title>30.000 Euro für eine CD</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Jul 2010 13:53:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trittbretttreter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Piraterie]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir meckern ja alle über die steigenden oder jedenfalls nicht fallenden Preise für Musik. Wer nun bei MediaMarkt &#38; Co. zur Selbstbedienung übergeht und beim Diebstahl erwischt wird, muss mit einer Anzeige rechnen und kriegt sicherlich Hausverbot. Kein ganz kostengünstiges Vergnügen, aber Tat und Strafe passen irgendwie schon zusammen. Wer a) in den USA lebt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir meckern ja alle über die steigenden oder jedenfalls nicht fallenden Preise für Musik. Wer nun bei MediaMarkt &amp; Co. zur Selbstbedienung übergeht und beim Diebstahl erwischt wird, muss mit einer Anzeige rechnen und kriegt sicherlich Hausverbot. Kein ganz kostengünstiges Vergnügen, aber Tat und Strafe passen irgendwie schon zusammen.</p>
<p>Wer a) in den USA lebt und b) beim Filesharing von 30 Musikstücken erwischt wird und das dann auch noch zugibt, kann <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Gericht-senkt-Geldstrafe-gegen-Filesharer-Tenenbaum-1036156.html">am Ende eines langen Strafverfahrens</a> nun aufatmen: Die Strafe wurde von 675.000$ auf nur noch 67.500$ reduziert. Macht etwa 30.000$ für eine CD.</p>
<p>Würde das Mindeststrafmaß von 750$ pro Stück angesetzt, kämen immer noch 22.500$ zusammen.  Ich weiß ja nicht, wie&#8217;s euch geht, aber ich finde jede dieser Summen geradezu aberwitzig. Manchmal muss man halt echt sagen: Die Spinnen, die Amis.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Krankes Internet</title>
		<link>http://www.trittbretttreter.de/2010/07/06/krankes-internet/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 01:13:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trittbretttreter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Netz]]></category>

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		<description><![CDATA[netzpolitik.org empfiehlt einen Beitrag vom Deutschland-Funk über das Thema Kinderpornographie im Internet. Grundsätzlich schließe ich mich der Empfehlung an, der Beitrag beleuchtet das Thema von verschiedenen Seiten und geht ausgewogen und vorurteilsfrei an diese sehr komplexe Thematik heran. Aber manchmal frage ich mich schon, wie unreflektiert bestimmte Behauptungen in den redaktionellen Teil solcher Beiträge übernommen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.netzpolitik.org/2010/deutschlandfunk-krankes-internet/">netzpolitik.org empfiehlt</a> einen Beitrag vom Deutschland-Funk über das Thema <a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1216929/">Kinderpornographie im Internet</a>. Grundsätzlich schließe ich mich der Empfehlung an, der Beitrag beleuchtet das Thema von verschiedenen Seiten und geht ausgewogen und vorurteilsfrei an diese sehr komplexe Thematik heran.</p>
<p>Aber manchmal frage ich mich schon, wie unreflektiert bestimmte Behauptungen in den redaktionellen Teil solcher Beiträge übernommen werden.</p>
<p>Im Aufmacher des Beitrags heißt es:</p>
<blockquote><p>Jeden Tag werden 200 neue Kinderpornografie-Bilder ins Internet gestellt. Mehr als 15 Millionen Abbildungen kursieren bereits im Netz.</p></blockquote>
<p>Das lässt natürlich nur zwei Schlüsse zu:</p>
<ul>
<li>A) Irgendwann in der Vergangenheit wurden große Mengen entsprechender Darstellungen ins Netz gekippt, danach ist dann die Upload-Rate ganz massiv auf nur 200 pro Tag eingebrochen</li>
</ul>
<p>ODER</p>
<ul>
<li>B) Der Upload entsprechender Darstellungen läuft seit etwas über 41000 Jahren</li>
</ul>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Technowasdochgleich?</title>
		<link>http://www.trittbretttreter.de/2010/06/22/technowasdochgleich/</link>
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		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 00:55:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trittbretttreter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.trittbretttreter.de/?p=424</guid>
		<description><![CDATA[Ein sehr interessanter Abend vor der Glotze. Zwischen Fußball-WM, Energiesparhaus- und Flugzeugabsturz-Dokus und was halt sonst noch so läuft, fand ich diesen wunderbaren Gegensatz. Technophob Auf N24 erlaubte sich Strunz, Verbraucherschutzministerin Eigner (die in meinem Ansehen trotz des Moderators und trotz ihrer Löschen-und-Sperren-Haltung deutlich gewonnen hat) ein ums andere Mal ins Wort zu fallen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein sehr interessanter Abend vor der Glotze. Zwischen Fußball-WM, Energiesparhaus- und Flugzeugabsturz-Dokus und was halt sonst noch so läuft, fand ich diesen wunderbaren Gegensatz.</p>
<h2>Technophob</h2>
<p>Auf N24 erlaubte sich <a href="http://www.n24.de/news/newsitem_5087832.html">Strunz</a>, Verbraucherschutzministerin Eigner (die in meinem Ansehen trotz des Moderators und trotz ihrer Löschen-<em>und</em>-Sperren-Haltung deutlich gewonnen hat) ein ums andere Mal ins Wort zu fallen und empörte sich, dass man beim googlen nach &#8220;porno&#8221; auch wirklich Pornos findet. Und überhaupt, dass Street-View uns rund um die Uhr überwacht und auf Schritt und Tritt verfolgt, das ginge doch mal gar nicht.</p>
<h2>Technophil</h2>
<p>In der nächtlichen Wiederholung von <a href="http://www.3sat.de/neues/">3sat neues</a> (Sendung vom 20.06.2010) sprach man zwischen zwei Beiträgen mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kruse">Peter Kruse</a>, der im leicht gehobenen Alter von 55 Jahren sicherlich über den Verdacht der unreflektierten Neophilie erhaben ist, über die Möglichkeiten, die uns das Netz bringt, wobei Kruse einen &#8220;Transfer der Kultur ins Netz&#8221; erwähnte &#8211; gerade angesichts der sozialen Netzwerke ist das meiner Meinung nach eine sehr gut komprimierte Beobachtung der Realität.</p>
<h2>Folgenabschätzung</h2>
<p>Ich bin alles andere als ein Fan der GEZ, aber allein diese kleine Gegenüberstellung war mir schon wieder das vergangene Quartal Gebühren für die Öffentlich-Rechtlichen wert.</p>
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		<title>Randominöser Klickstreckenersatz</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Jun 2010 17:48:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trittbretttreter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Netz]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit seinen zweifelhaften Qualitäten entwickelt sich der Webauftritt der Süddeutschen zu einem meiner Lieblingsziele. Seit kurzem nämlich entdecke ich dort immer wieder Verlinkungen, die keinen Sinn ergeben: irgendwelche Nomen sind in den Artikeln mit einem scheinbar zufälligen Link versehen, der dann zu einer Übersicht ähnlicher Beiträge führt. Aktuell bin ich in diesem Artikel drüber gestolpert: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit seinen zweifelhaften Qualitäten entwickelt sich der Webauftritt der Süddeutschen zu einem meiner Lieblingsziele. Seit kurzem nämlich entdecke ich dort immer wieder Verlinkungen, die keinen Sinn ergeben: irgendwelche Nomen sind in den Artikeln mit einem scheinbar zufälligen Link versehen, der dann zu einer Übersicht ähnlicher Beiträge führt. Aktuell bin ich in diesem Artikel drüber gestolpert: <a href="http://sueddeutsche.de/karriere/ungerechtes-arbeitsrecht-die-justiz-und-die-kleinen-leute-1.956442">Die Justiz und die kleinen Leute</a> (übrigens ansonsten sehr lesenswert; gefunden via <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/06/10/links-517/">lawblog</a>). Insgesamt sind dort die folgenden Begriffe mit solchen Links versehen:</p>
<ul>
<li>Höhe</li>
<li>Euro</li>
<li>Arbeitsrecht</li>
<li>Kündigung</li>
<li>Milch</li>
<li>Beamte(n)</li>
<li>Richter</li>
<li>Emmely</li>
</ul>
<p>Dagegen sind ja sogar die hirnverbrannten und nicht gerade sachdienlichen Bilder-Klickstrecken noch sinnvoll &#8211; auf die man aber natürlich auch im genannten Artikel nicht verzichten muss&#8230;</p>
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		<item>
		<title>Kastration, Kasteiung und Zensur</title>
		<link>http://www.trittbretttreter.de/2010/04/28/kastration-kasteiung-und-zensur/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 00:38:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trittbretttreter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[My Ass]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[Kettensägen sind ja eigentlich sehr nützliche Werkzeuge. Aber in manchen Funktionen sind sie auch nachts um 1 im deutschen TV tabu. Wenn der Kubaner Tony Montana damit bedroht wird beispielsweise. Nach dem Nachtmagazin in  der ARD war ich gerade angenehm überrascht, dass es gleich im Anschluss zu Ehren von Al Pacinos 70. Geburtstag den Film [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kettensägen sind ja eigentlich sehr nützliche Werkzeuge. Aber in manchen Funktionen sind sie auch nachts um 1 im deutschen TV tabu. Wenn der Kubaner Tony Montana damit bedroht wird beispielsweise.</p>
<p>Nach dem Nachtmagazin in  der ARD war ich gerade angenehm überrascht, dass es gleich im Anschluss zu Ehren von Al Pacinos 70. Geburtstag den Film <a href="http://www.imdb.com/title/tt0086250/">Scarface</a> gab. Gut, okay, es hat was von Selbstkasteiung, sich sowas in der deutschen Fassung anzutun, denn die ARD schafft es leider bis heute nicht, solche Filme alternativ im Original auszustrahlen (was ja leider auf den allergrößten Teil der deutschen TV-Sender zutrifft).</p>
<p>Nach etwa 20 oder 25 Minuten erreicht der Film den ersten Höhepunkt: Tony Montana (Al Pacino) soll in einer Absteige in Miami einen Drogendeal abwickeln. Es geht fürchterlich schief, Tony und sein Kumpel werden von den kolumbianischen Dealern überwältigt. In der nächsten Szene kommen zwei weitere kubanische Kumpels zu Hilfe, es gibt eine wilde Schießerei. Tony und zwei der Kubaner fliehen ganz knapp mit dem H.</p>
<p>Die Szene hat nur leider so viele Anschlussfehler, dass man gar nicht kapiert, was da eigentlich vor sich geht. Der vierte Kubaner fehlt völlig, stattdessen sieht man in der Dusche eine mächtige Blutlache. Und woher kommt eigentlich das Heroin &#8211; der Kolumbianer Hector hatte behauptet, es wäre nicht vor Ort.</p>
<p>In der ungeschnittenen Fassung erfährt der Zuschauer, was es mit dem ganzen Blut und dem fehlenden Kubaner auf sich hat. Und dass das Heroin aus dem selben Koffer stammt wie eine gewisse Kettensäge.</p>
<p>Aber anstatt dem Zuschauer nachts um 1 die Wahl zu überlassen, ob er sich diese Gewaltdarstellung überhaupt anschauen möchte (der Film macht schon nach ein paar Minuten klar, dass Tony Montana kein Chorknabe ist &#8211; und überhaupt, wer schaut schon so eine olle Kamelle von Brian de Palma, wenn er nicht weiß, worum es geht?) oder ganz darauf verzichtet, wird lieber der Film kastriert.</p>
<p>Ich hatte <a href="/2009/10/27/leseempfehlung/">verschiedentlich</a> auf Beiträge von Hans Schmid auf Telepolis <a href="/2010/04/03/links-1/">hingewiesen</a>, die am Beispiel von Horrorfilmen oder Filmen aus der Nazi-Zeit die Frage stellen, ob es eigentlich Zensur ist, was da geübt wird. Wenn ich mir nun die zusammengekürzte Version von Scarface anschaue, dann weiß ich beim besten Willen nicht, wie ich das sonst bezeichnen soll &#8211; es gibt ja leider keinen Umschalter auf der Fernbedienung zwischen &#8220;Gib mir das Original&#8221; und &#8220;Och nöh, gewaltreduziert ist okay&#8221;.</p>
<p>Ob man es nun als Zensur bezeichnet oder nicht, ändert aber nichts an diesem Umstand: ein Film wie Scarface ist in der geschnittenen Version, wie sie die ARD heute nach ausstrahlte, schlicht ungenießbar. Dann lieber Musikantenstadl.  Da komme ich erst gar nicht in die Versuchung, einzuschalten.</p>
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		<title>Ficken 1,50 Euro</title>
		<link>http://www.trittbretttreter.de/2010/01/17/ficken-150-euro/</link>
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		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 18:24:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trittbretttreter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foobar]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Verdummungsjounalismus Der Autor eines Artikels in einem Coburger Portal wirbt mit einem anstößigen Motiv. Eine junge Frau in eindeutiger Pose und dazu das Angebot: Ficken 1,50 Euro. Er versichert aber, er will damit niemandem zu nahe treten. Reißerische Überschriften und Bilderstrecken auf Plakaten, in Werbeprospekten, in Anzeigen, im Internet – inzwischen gehören sie so zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="color: #800000;">Verdummungsjounalismus</span> Der Autor eines Artikels in einem Coburger Portal wirbt mit einem anstößigen Motiv. Eine junge Frau in eindeutiger Pose und dazu das Angebot: Ficken 1,50 Euro. Er versichert aber, er will damit niemandem zu nahe treten.</strong></p>

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								<img title="Aus offensichtlichen Gründen habe ich Teile des Screenshots markiert" alt="Aus offensichtlichen Gründen habe ich Teile des Screenshots markiert" src="http://www.trittbretttreter.de/wp-content/gallery/porno-luder-in-franken/thumbs/thumbs_porno_luder_in_franken_normal.jpg" width="94" height="75" />
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								<img title="Alle 15 Sekunden drückt einem das geile Luder aus dem ERTL-Zentrum einen fetten Bussi auf den Monitor" alt="Alle 15 Sekunden drückt einem das geile Luder aus dem ERTL-Zentrum einen fetten Bussi auf den Monitor" src="http://www.trittbretttreter.de/wp-content/gallery/porno-luder-in-franken/thumbs/thumbs_porno_luder_in_franken_bussi.jpg" width="94" height="75" />
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								<img title="Der Screenshot hat überhaupt keinen sexistischen Hintergrund. Es geht hier um grundsoliden Journalismus. Sagt mein Chefredakteur." alt="Der Screenshot hat überhaupt keinen sexistischen Hintergrund. Es geht hier um grundsoliden Journalismus. Sagt mein Chefredakteur." src="http://www.trittbretttreter.de/wp-content/gallery/porno-luder-in-franken/thumbs/thumbs_porno_luder_in_franken_was_soll_das_bloede_x_da.jpg" width="94" height="75" />
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<p>Reißerische Überschriften und Bilderstrecken auf Plakaten, in Werbeprospekten, in Anzeigen, im Internet – inzwischen gehören sie so zum Alltag, dass kaum noch jemand darauf achtet. Und doch tun sie etwas mit dem Unterbewusstsein.</p>
<p><strong>Jederzeit willige Journalisten</strong></p>
<p>Die Aussage, die damit transportiert wird: Journalisten sind verfügbar, immer. Ist es da verwunderlich, dass unter Lesern der Umgangston rauer wird, Redakteure und Lektoren als Journaille bezeichnet werden, was noch eine der harmloseren Beschimpfungen ist? In den Blogs zeigen sich schon Gymnasiasten diverse Artikel und Postings, die sie im Netz und in den Zeitungen gefunden haben.</p>
<p><strong>Sex zieht</strong></p>
<p>Doch was kümmert es diejenigen, die ihr Produkt verkaufen wollen! „Bad news are good news“ ist die Devise. Das dachte sich wohl auch ein Autor des Coburger Tageblattes in einem Coburger Portal.</p>
<p><strong>Ficken: 1,50 Euro</strong></p>
<p>Eine junge Frau in eindeutiger Pose und dazu das Angebot: Ficken 1,50 Euro. Dass hiermit eine Veranstaltung fragwürdigen Namens gemeint ist, wissen nur aufmerksame Leser. Über diese perfide Verkaufsstrategie ist auch Georg Erkennt, Leiter der präventiven Jounalismushilfe im Landratsamt, verärgert. Er weiß, was sich in und außerhalb von Blogs abspielt und womit sich der Arbeitskreis „Keine Gewalt gegen Online-Redakteure“ beschäftigen muss, der sowohl in der Stadt als auch im Landkreis tätig ist.</p>
<p>„Wir arbeiten mit den Tätern und den Opfern, beziehen Chefredakteure, Medienjournalisten und die Kritiker mit ein.“ Und was kann präventiv getan werden? „In Zusammenarbeit mit dem staatlichen Journalismusamt bieten wir Informationsveranstaltungen und -broschüren an.“</p>
<p><strong>Zumindest eine Einschränkung</strong></p>
<p>Und weil für Georg Erkennt schlechter Jounalismus und Volksverdummung zusammenhängen, wünscht er sich, dass derartige Dinge in der Öffentlichkeit verboten oder zumindest eingeschränkt werden.</p>
<p>Mehr dazu lesen Sie im Portal <a href="http://www.infranken.de/nc/nachrichten/lokales/artikelansicht/article/frauen-zu-ludern-degradiert-45095.html">inFranken.de</a></p>
<p>(Gefunden <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/01/16/links-472/">im law blog</a>)</p>
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