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	<title>Trittbretttreter &#187; My Ass</title>
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		<title>Hochwinter</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jul 2011 18:45:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trittbretttreter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[My Ass]]></category>

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		<description><![CDATA[Krasse Scheiße, ich war gestern wirklich kurz davor, die Heizung anzuwerfen &#8211; Ende Juli. Der letzte richtig miese Sommer war IMO der Expo-Sommer 2000. Aber auch in der Zwischenzeit war es doch echt selten, dass wir mal alle acht Wochen lang gestöhnt haben, wie heiß das doch ist. Ich kann mich ja täuschen, aber in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Krasse Scheiße, ich war gestern wirklich kurz davor, die Heizung anzuwerfen &#8211; <em>Ende Juli</em>.</p>
<p>Der letzte richtig miese Sommer war IMO der Expo-Sommer 2000. Aber auch in der Zwischenzeit war es doch echt selten, dass wir mal alle acht Wochen lang gestöhnt haben, wie heiß das doch ist. Ich kann mich ja täuschen, aber in meiner Kindheit war es doch irgendwie normal, dass der Sommer sich auch wie ein Sommer angefühlt hat.</p>
<p>Aber wo mir echt die Spucke wegbleibt, ist, wenn sie mir im TV erzählen, die ersten sechs Monate 2011 wären im Durchschnitt <em>zu warm</em> und zu trocken gewesen. Hallo?! Wir hatten hier bis März Schnee liegen. WTF? Wird unser Klima neuerdings in der Sahara gemessen oder wie?</p>
<p>Und habt ihr euch mal die Wetterkarten in der Tagesschau und den heute-Nachrichten angeschaut? Ich kann mich ja auch hier täuschen. Aber ich finde, 26 Grad Celsius rechtfertigen da keine tief-rote Einfärbung. Ich meine, 38 Grad, okay, das ist echt heiß, da kann man die Karte auch mal richtig rot einfärben, geht klar. Aber 26 Grad, das ist für mich sanftes Orange. Fast Gelb. Aber nicht rot, no way.</p>
<p>Ich habe zunehmend das Gefühl, die globale Klimaerwärmung ist ein Versuch kollektiver Halluzination, eine gigantische Verschwörung von Medienleuten, Politikern und Wissenschaftlern, die wissen wollen, für <em>wie blöd</em> sich die Leute verkaufen lassen, bis sie endgültig die Schnauze voll haben von der Verarsche.</p>
<p>Ich meine, wenn die das nächste Mal erzählen, unser Klima wäre zu warm&#8230; Leute, macht einfach mal das Fenster auf, und <em>dann</em> erzählt mir was übers Klima.</p>
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		<title>Müll-Terrorismus</title>
		<link>http://www.trittbretttreter.de/2010/11/23/muell-terrorismus/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Nov 2010 14:23:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trittbretttreter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foobar]]></category>
		<category><![CDATA[My Ass]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Terror]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Freitag war im Hauptbahnhof von Hannover Bombenalarm. An einem Müllcontainer lehnte eine verdächtige Tüte. Die Polizei entschied sich vorsorglich für die Sprengung, mehrere Gleise wurden gesperrt. Jetzt lese ich, dass der Besitzer der Tüte möglicherweise die Kosten für den Einsatz aufgebrummt bekommt. Der Mann muss damit rechnen, die Kosten für den Einsatz unter Umständen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag war <a href="http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/hannover/bombenalarmhannover101.html">im Hauptbahnhof von Hannover Bombenalarm</a>. An einem Müllcontainer lehnte eine verdächtige Tüte. Die Polizei entschied sich vorsorglich für die Sprengung, mehrere Gleise wurden gesperrt.</p>
<p>Jetzt lese ich, dass der Besitzer der Tüte möglicherweise <a href="http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Teures-Nachspiel-fuer-Besitzer-von-Plastiktuete-Trittbrettfahrer-in-Burgdorf">die Kosten für den Einsatz aufgebrummt</a> bekommt.</p>
<blockquote><p>Der Mann muss damit rechnen, die Kosten für den Einsatz unter Umständen begleichen zu müssen.</p>
<p>[...]</p>
<p>Die Plastiktüte samt Inhalt war am Freitag am Bahnsteig 11 entdeckt worden. Sie lehnte an einem Abfalleimer. An der Tasche heftete ein handgeschriebener Zettel mit der Aufschrift „Müll“. Die Beamten sperrten daraufhin die Bahnsteige 9 bis 14 für Züge und Fahrgäste.</p></blockquote>
<p>Äh, wie? Ich meine, wenn da drauf gestanden hätte &#8220;Grüße von Osama&#8221; oder &#8220;Achtung an Gleis 11, Ihr Zug in die Hölle hat heute 10 Minuten Verspätung&#8221; oder wenigstens <em>irgendwas</em>, was nach Terror klingt, dann hätte ich das ja verstehen können, dass man da (über-) vorsichtig ist. Aber eine Tüte mit der Aufschrift &#8220;Müll&#8221; an einem Mülleimer als potentielle Bombe zu behandeln, das ist genau die Art von Hysterie, von der unser Innenminister genau wusste, dass sie nach seiner Terrorwarnung ausbrechen würde.</p>
<p>Und die Idee, dem Besitzer der Tüte die Kosten für den Einsatz aufzudrücken, ist genau die Art von Wahnsinn, wegen der das Vertrauen in die Behörden sogar <em>noch tiefer</em> sinkt.</p>
<p>Ganz große Klasse.</p>
<p><strong>Update</strong>: Udo Vetter schreibt <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/11/26/warum-man-koffer-nicht-vergessen-sollte/">über einen ganz ähnlichen Fall</a> in Düsseldorf:</p>
<blockquote><p>Natürlich ist ein Gepäckstück ohne Bombe nicht gefährlich. Dem Juristen ist das aber egal, denn er kennt nicht nur die Gefahr, sondern auch die “Anscheinsgefahr”. Wenn es aussieht, als wäre die Situation gefährlich, darf die Polizei volles Programm fahren. [...] Ausgerechnet ein Verwaltungsgericht, das letztlich über die Rechnung der Polizei befinden muss, von der völligen Maßlosigkeit eines Einsatzes zu überzeugen, halte ich für ausgeschlossen.</p></blockquote>
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		<title>Wie war das doch gleich mit dem Verlinken?</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Nov 2010 17:25:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trittbretttreter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foobar]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[My Ass]]></category>
		<category><![CDATA[Netz]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor längerer Zeit hatte ich mich mal darüber ausgelassen, dass in einem Spiegel-Artikel keinerlei Links auf die Quellen gesetzt waren. Und dass das blöd ist, weil die Möglichkeit zum Setzen von Hyperlinks nunmal eines der ganz wesentlichen Merkmale des WWW ist. Wenn man also nun Links setzt, dann gibt es auch die Frage, wie man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor längerer Zeit hatte ich mich mal darüber ausgelassen, dass in einem Spiegel-Artikel <a href="/2009/07/14/verlinken-was-ist-das-denn/">keinerlei Links auf die Quellen</a> gesetzt waren. Und dass das blöd ist, weil die Möglichkeit zum Setzen von Hyperlinks nunmal eines der ganz wesentlichen Merkmale des WWW ist.</p>
<p>Wenn man also nun Links setzt, dann gibt es auch die Frage, <em>wie</em> man das am besten tut. Ich glaubte meinen Augen nicht zu trauen, als ich auf tagesschau.de anlässlich eines <a href="http://www.tagesschau.de/ausland/qantas146.html">Berichtes über einen A380-Triebswerksschaden</a> dann auch mal einen Blick in <a href="http://meta.tagesschau.de/id/42259/ich-sah-teile-aus-dem-fluegel-brechen">die Kommentare</a> warf. Denn ein paar Kommentatoren waren so freundlich, ihren Standpunkt durch Links auf passende Webseiten zu untermauern. Und so sehen die fraglichen Links aus:</p>
<ul>
<li>xxx.avherald.com</li>
<li>http://xxx.rolls-royce.com/deutschland/de/markets/civil/index.jsp</li>
</ul>
<p>Jetzt muss man kein Hellseher sein um zu erraten, dass die fraglichen xxx-Subdomains (jedenfalls im Moment) ungültig sind und ein reines Copy&amp;Paste der Adressen eben deshalb nicht funktioniert.</p>
<p>Die <a href="http://meta.tagesschau.de/user/register">Nutzungs-Richtlinien von meta.tagesschau.de</a> (Stand: 8. November 2010) helfen einem da weiter:</p>
<blockquote><p>6. Quellenangaben und Verlinkungen</p>
<p>Wenn Sie Zitate verwenden möchten, verweisen Sie bitte auf die Ursprungsquelle und erläutern Sie deren Bezug zum Thema. Dabei müssen Internetquellen, die auf ARD-externe Seiten verlinken, jedoch deaktiviert werden (z.B. mit xxx. anstatt www.)</p></blockquote>
<p>WTF? Die meinen das ernst. Das ist kein Programmierfehler, die User waren auch nicht zu doof, um eine simple http-Adresse einzutippen. Das ist Absicht seitens der ARD. Kann mir das mal einer erklären?</p>
<p>Ich meine, ich habe ja ein gewisses Verständnis dafür, wenn Anbieter von Webseiten die Besucher auf ihrer eigenen Seite halten wollen. Sollen sie also ihre Redakteure dazu erziehen, nur eigene Seiten zu verlinken (oder auch gar nicht zu verlinken). Aber dass den Kommentatoren untersagt wird, echte Links zu setzen, ist ja mal der Hammer.</p>
<h2>Randnotiz</h2>
<p>Eigentlich wollte ich gerade heise loben, weil die geradezu vorbildlich seit Jahren alle verfügbaren Quellen verlinken. So auch hier: <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Schaeubles-Spott-Auftritt-wird-zum-Youtube-Hit-1131807.html">Schäubles Spott-Auftritt wird zum Youtube-Hit</a>. Die Sache hat nur einen kleinen Schönheitsfehler: Der enthaltene Link führt zwar <a href="http://www.youtube.com/watch?v=7bcUzwYeXUk">zum passenden Video bei YouTube</a>, nimmt aber einen kleinen Umweg über http://dpaq.de/nJVyt. In den Kommentaren <a href="http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Re-Heise-Warum-die-URL-Verkuerzung/forum-188758/msg-19402363/read/">erläutert</a> ein dpa-Redakteur:</p>
<blockquote><p>Der Bericht stammt (wie von heise.de angegeben) vom<br />
dpa-Korrespondenten André Stahl. Wir bei der Deutschen Presse-Agentur<br />
verwenden unseren eigenen URL-Verkürzer dpaq.de, um die Links sicher<br />
über verschiedene Redaktionssysteme und E-Mail-Clients hinweg<br />
transportieren zu können. Häufig werden lange Links falsch umbrochen<br />
und funktionieren dann nicht mehr. Weitere Gründe für den Einsatz von<br />
dpaq stehen hier:</p>
<p>http://www.dpaq.de/ueber_dpaq.htm</p></blockquote>
<p>Äh, wie? Weil zu viele DAUs kaputte Software einsetzen, brauchen die jetzt einen eigenen Link-Verkürzungsdienst? Nee, ne? Die Argumente gegen solche Dienste sind ja seit langem bekannt; wenn man nicht etwa durch die Nutzung eines Kurznachrichtendienstes geradezu gezwungen wird, Links zu verkürzen, dann sollte man meiner Meinung nach die Links auch so lassen, wie sie sind. Denn sagen wir so: <strong>Ich</strong> kann jedenfalls erstmal nicht erkennen, wohin mich der Link führen wird. Aber beim dpa-Dienst <a href="http://www.dpaq.de/ueber_dpaq.html">dpaq</a> muss man sich keine Gedanken machen:</p>
<blockquote><p>URL-Kürzer verstecken jedoch die eigentliche Internet-Adresse vor dem Anwender. Daher beinhaltet bei den bestehenden Systemen ein Klick auf eine Kurz-URL immer ein gewisses Risiko, da man nicht sehen kann, wohin diese Adresse eigentlich führt. Vor diesem Hintergrund wollen wir dpaq.de als Qualitäts-Service etablieren. Redakteure achten beim Anlegen der Kurz-URLs beispielsweise darauf, dass der Weiterleitungslink nicht zu einer bedenklichen Site führt.</p></blockquote>
<p>Achso, ja wenn die dpa-Redakteure drauf achten, dass die Links unbedenklich sind, na dann ist ja alles in Ordnung, dann kann man so einen URL-Verkürzer jetzt natürlich bedenkenlos nutzen. Hallo?</p>
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		<title>Pro und Contra Kindersex</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Oct 2010 01:56:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trittbretttreter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foobar]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[My Ass]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich dachte ja wirklich, nach dem Missbrauch des von George Orwell geprägten Titels &#8220;Big Brother&#8221; in Form einer Fernsehshow für Möchtegern-Langweiligkeits-Exhibitionisten könnte mich das deutsche Fernsehen nicht mehr nennenswert erschüttern. Ich befürchtete, es könnte noch Luft nach unten geben. Aber dass allen ernstes RTL quasi-Werbung für ein Lolita-Bordell betreibt, während RTL2 panikartig vor Kinderschändern im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich dachte ja wirklich, nach dem Missbrauch des von George Orwell geprägten Titels &#8220;Big Brother&#8221; in Form einer Fernsehshow für Möchtegern-Langweiligkeits-Exhibitionisten könnte mich das deutsche Fernsehen nicht mehr nennenswert erschüttern. Ich befürchtete, es könnte noch <a href="http://www.internet-law.de/2010/10/tatort-internet-noch-luft-nach-unten.html">Luft nach unten geben</a>.</p>
<p>Aber dass allen ernstes RTL <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/fernsehblog/archive/2010/10/13/ein-maedchen-das-bei-uns-anfaengt-ist-auch-wirkliche-anfaengerin-wie-rtl-fuer-lolita-prostitution-wirbt.aspx">quasi-Werbung für ein Lolita-Bordell</a> betreibt, während RTL2 panikartig <a href="http://www.rtl2.de/66791.html">vor Kinderschändern im Netz warnt</a>, und das so gut wie gleichzeitig, das hätte ich nicht einmal dieser Senderfamilie zugetraut.</p>
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		<title>Der verlorene Buchstabe</title>
		<link>http://www.trittbretttreter.de/2010/07/10/der-verlorene-buchstabe/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Jul 2010 14:38:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trittbretttreter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foobar]]></category>
		<category><![CDATA[My Ass]]></category>

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		<description><![CDATA[Irgendwas muss an mir vorbeigegangen sein. Sicher, die Schulzeit ist schon ein paar Jahre her, und zwischendurch gab es auch noch eine Rechtschreibreform, die im Anschluss selbst reformiert wurde. Da kann man schon mal durcheinander kommen &#8211; oder auch durcheinanderkommen. Aber ein paar Sachen sind ja auch wirklich einfacher geworden. Bei den Buchstaben s, ss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwas muss an mir vorbeigegangen sein. Sicher, die Schulzeit ist schon ein paar Jahre her, und zwischendurch gab es auch noch eine Rechtschreibreform, die im Anschluss selbst reformiert wurde. Da kann man schon mal durcheinander kommen &#8211; oder auch durcheinanderkommen.</p>
<p>Aber ein paar Sachen sind ja auch wirklich einfacher geworden. Bei den Buchstaben s, ss und ß zum Beispiel hat sich doch wirklich vieles verbessert, die Regeln sind heute aus einem <span style="text-decoration: line-through;">Guß</span> Guss. Ein paar Beispiele gefällig?</p>
<ul>
<li>Fuß</li>
<li>bloß</li>
<li>Stoß</li>
<li>Stoßen</li>
<li>groß</li>
<li>größer</li>
<li>Fluss</li>
<li>muss</li>
<li>müssen</li>
</ul>
<p>Wir stellen fest: auf einen langen Vokal folgt in diesen Beispielen ein ß. Auf einen kurzen Vokal folgt das doppelte s. Ganz einfach, richtig?</p>
<p>Würde dann mal bitte jemand den ganzen Deppen (*) (**) da draußen erklären, dass man &#8220;groß&#8221; mit einem verfickten &#8220;ß&#8221; schreibt und <strong>nicht</strong> mit &#8220;ss&#8221;?</p>
<p>(*):</p>
<ul>
<li><a href="http://www.netzpolitik.org/2010/materialien-fuer-die-freiheit-statt-angst-2010/">Am 11. September 2010 findet in Berlin wieder unsere jährliche Grossdemonstration</a> &#8230;</li>
<li>Cover der tvDigital Nr. 15 2010: &#8220;Heimsieg in Hockenheim? GROSSER TEST&#8221;</li>
<li>Weitere Beispiele folgen sicherlich in Kürze</li>
</ul>
<p>(**) Edit: Leute, die inhaltlich korrekte Sachen schreiben und dabei formale Fehler einbauen als Deppen zu bezeichnen, ist unhöflich. Sorry @netzpolitik.org.</p>
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		</item>
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		<title>Kastration, Kasteiung und Zensur</title>
		<link>http://www.trittbretttreter.de/2010/04/28/kastration-kasteiung-und-zensur/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 00:38:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trittbretttreter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[My Ass]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[Kettensägen sind ja eigentlich sehr nützliche Werkzeuge. Aber in manchen Funktionen sind sie auch nachts um 1 im deutschen TV tabu. Wenn der Kubaner Tony Montana damit bedroht wird beispielsweise. Nach dem Nachtmagazin in  der ARD war ich gerade angenehm überrascht, dass es gleich im Anschluss zu Ehren von Al Pacinos 70. Geburtstag den Film [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kettensägen sind ja eigentlich sehr nützliche Werkzeuge. Aber in manchen Funktionen sind sie auch nachts um 1 im deutschen TV tabu. Wenn der Kubaner Tony Montana damit bedroht wird beispielsweise.</p>
<p>Nach dem Nachtmagazin in  der ARD war ich gerade angenehm überrascht, dass es gleich im Anschluss zu Ehren von Al Pacinos 70. Geburtstag den Film <a href="http://www.imdb.com/title/tt0086250/">Scarface</a> gab. Gut, okay, es hat was von Selbstkasteiung, sich sowas in der deutschen Fassung anzutun, denn die ARD schafft es leider bis heute nicht, solche Filme alternativ im Original auszustrahlen (was ja leider auf den allergrößten Teil der deutschen TV-Sender zutrifft).</p>
<p>Nach etwa 20 oder 25 Minuten erreicht der Film den ersten Höhepunkt: Tony Montana (Al Pacino) soll in einer Absteige in Miami einen Drogendeal abwickeln. Es geht fürchterlich schief, Tony und sein Kumpel werden von den kolumbianischen Dealern überwältigt. In der nächsten Szene kommen zwei weitere kubanische Kumpels zu Hilfe, es gibt eine wilde Schießerei. Tony und zwei der Kubaner fliehen ganz knapp mit dem H.</p>
<p>Die Szene hat nur leider so viele Anschlussfehler, dass man gar nicht kapiert, was da eigentlich vor sich geht. Der vierte Kubaner fehlt völlig, stattdessen sieht man in der Dusche eine mächtige Blutlache. Und woher kommt eigentlich das Heroin &#8211; der Kolumbianer Hector hatte behauptet, es wäre nicht vor Ort.</p>
<p>In der ungeschnittenen Fassung erfährt der Zuschauer, was es mit dem ganzen Blut und dem fehlenden Kubaner auf sich hat. Und dass das Heroin aus dem selben Koffer stammt wie eine gewisse Kettensäge.</p>
<p>Aber anstatt dem Zuschauer nachts um 1 die Wahl zu überlassen, ob er sich diese Gewaltdarstellung überhaupt anschauen möchte (der Film macht schon nach ein paar Minuten klar, dass Tony Montana kein Chorknabe ist &#8211; und überhaupt, wer schaut schon so eine olle Kamelle von Brian de Palma, wenn er nicht weiß, worum es geht?) oder ganz darauf verzichtet, wird lieber der Film kastriert.</p>
<p>Ich hatte <a href="/2009/10/27/leseempfehlung/">verschiedentlich</a> auf Beiträge von Hans Schmid auf Telepolis <a href="/2010/04/03/links-1/">hingewiesen</a>, die am Beispiel von Horrorfilmen oder Filmen aus der Nazi-Zeit die Frage stellen, ob es eigentlich Zensur ist, was da geübt wird. Wenn ich mir nun die zusammengekürzte Version von Scarface anschaue, dann weiß ich beim besten Willen nicht, wie ich das sonst bezeichnen soll &#8211; es gibt ja leider keinen Umschalter auf der Fernbedienung zwischen &#8220;Gib mir das Original&#8221; und &#8220;Och nöh, gewaltreduziert ist okay&#8221;.</p>
<p>Ob man es nun als Zensur bezeichnet oder nicht, ändert aber nichts an diesem Umstand: ein Film wie Scarface ist in der geschnittenen Version, wie sie die ARD heute nach ausstrahlte, schlicht ungenießbar. Dann lieber Musikantenstadl.  Da komme ich erst gar nicht in die Versuchung, einzuschalten.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Neues aus T-Offlinehausen</title>
		<link>http://www.trittbretttreter.de/2010/01/20/neues-aus-t-offlinehausen/</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Jan 2010 02:17:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trittbretttreter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Foobar]]></category>
		<category><![CDATA[My Ass]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich kann seit ein paar Tagen keine Mails versenden. Was ich echt komisch finde, immerhin habe ich Zugriff auf einige der von mir genutzten Mail-Server und kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass die Requests auf Port 25 TCP nicht bei diesen Servern ankommen. Zugegeben, auf mail.gmx.net habe ich kein root. Aber wenn ich dort den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich kann seit ein paar Tagen keine Mails versenden. Was ich echt komisch finde, immerhin habe ich Zugriff auf einige der von mir genutzten Mail-Server und kann mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass die Requests auf Port 25 TCP nicht bei diesen Servern ankommen. Zugegeben, auf mail.gmx.net habe ich kein root. Aber wenn ich dort den gleichen spontanen Netzwerk-Fehler kriege, scheint mir das Problem jetzt nicht unbedingt bei GMX zu liegen.</p>
<p>Nun ist es naheliegend, dass die Ursache des Problems irgendwo in meinen Windows-Rechner, vielleicht direkt in meinem E-Mail-Client schlummert. Ein Linux-Rechner im Heimnetzwerk kriegt aber auch keinen Connect auf Port 25. Wohingegen alle anderen Ports zu funktionieren scheinen (HTTP, POP3, SSH und so weiter).</p>
<p>Da wandert nun langsam und noch etwas skeptisch der Blick auf den Speedport W701V und den dahinter liegenden Provider T-Online. Dass ein Modem/Router/Blackbox-Ding ohne erkennbaren Grund nur einen TCP-Port filtert, halte ich für möglich. Aber nicht für sehr wahrscheinlich. Also nehmen wir mal T-Online ins Visier. Eine groß angelegte Port 25-Sperre scheint es nicht zu sein, denn nachdem ich das Problem einen Tag ignoriert und zu sendende Mails wahlweise über Webmailer oder über Port 465 rausgehauen habe, ist bei heise genauso wenig zu finden wie mit Google.</p>
<p>Gestern &#8211; es war etwas später am Abend &#8211; rief ich dann also mal bei der Telekom an. Mangels besserer Idee nahm ich einfach mal die 0800 330 1000, die allgemeine (und kostenfreie)  Hotline. Den einleitenden Sprachcomputer würdigte ich zurückhaltender Verachtung: &#8220;Störung. Kundenbetreuer. KUNDEN-B-E-T-R-E-U-E-R!&#8221;<br />
Nach der recht kurzen Warteschleife klingelte es endlich&#8230; mehrfach&#8230; dann kam der Hinweis, dass wohl leider alle Plätze belegt sind und ob ich es nicht später versuchen wollte. Was ich tat. Fünf Sekunden später. Und oho: Der Sprachcomputer fragte nicht lange, worum es geht und ob ich denn einen Kundenveralberer sprechen wolle, sondern ob es denn um das gleiche Anliegen wie beim letzten Anruf ginge? &#8220;JA&#8221;. Das versetzte mich in die nächste Warteschleife. Die ich nach zehn Minuten abbrach, um wenigstens einen Rest geistiger Gesundheit zu behalten.</p>
<p>Öfter mal was Neues: Bei den nächsten Anrufen vermeldete mir eine andere, gleichwohl noch immer synthetisch scheinende Stimme, dass die gewählte Rufnummer von meinem Anschluss leider nicht zu erreichen sei. Woraufhin ich die gleiche Hotline vom Handy aus anrief, wo ich den Anschluss, um den es ging, immerhin eintippen durfte und nicht ansagen musste. Und schließlich, ich hielt es schon kaum noch für möglich, sprach ein echter Mensch zu mir, eines jener armen Schweine, die um 2:12 im Callcenter sitzen und fast hilflos den Kundenanfragen ausgesetzt sind. So auch dieser Mitarbeiter, der bei der Erahnung meines eigentlichen Problems sofort auf die T-Online-Hotline 01805 30 5000 verwies. Die allerdings erst ab sieben Uhr morgens erreichbar sei. Und die etwas komische Meldung beim Versuch, seine Hotline über den T-Home-Festnetzanschluss zu erreichen, sei bereits bekannt und man kümmere sich darum.</p>
<h2>Steigerungsfähig</h2>
<p>Nun kennt man ja die Telekom. Vielleicht sollte man dort weniger Rechtsmittel auf den Schutz der Farbe Magenta aufwenden und mehr Marketingaktivität für den Begriff &#8220;Chaos&#8221;. Dann läuft es zwar genauso mäßig wie vorher, aber man weiß wenigstens, worauf man sich einlässt.</p>
<p>Aber der Reihe nach. Solange die T-Online-Hotline 01805 30 5000 noch erreichbar war (bis Mitternacht), wollte ich heute Abend dann endlich mal mein Problem lösen. Oder sagen wir besser: klären. Das Mädel am Telefon hatte ganz offenbar keine Ahnung, was ein Port oder gar eine Port-Sperre sein könnte und schlug vor, mich gleich zur T-Online-Technik durchzustellen. Ich stimmte zu. Nach zehn Klingelzeichen wurde das Gespräch allerdings von der Gegenseite beendet.<br />
Also rief ich nochmal an. Bei der gleichen Hotline wie zuvor. Denn ich hatte mir nicht notiert, welches wohl die Nummer der T-Online-Technik sein könnte. Diesmal hatte ich es mit einem dialektbehafteten Herrn zu tun, der wissen wollte, ob es denn bei meinem E-Mail-Problem um ein T-Online-Postfach ginge.<br />
&#8220;Nein&#8221;.<br />
&#8220;Ja, was rufen Sie denn dann die T-Online-Hotline an?&#8221;<br />
&#8220;Na, die allgemeine Hotline hat mich an Sie verwiesen.&#8221;<br />
Wir drehten uns dann eine Zeit lang verbal im Kreis und einigten uns schließlich darauf, dass er mein Problem jetzt auch nicht lösen kann (ich glaube, er hatte es auch immer noch nicht verstanden) und dass ich doch stattdessen die T-Online-Technik-Hotline 01805 345 345 anrufen sollte.</p>
<p>Was ich tat. Die T-Online-Technik-Hotline stellte sachkundig fest, dass sie gar nicht zuständig ist, schließlich sei ich ja Entertain-Kunde und sollte mich daher an die Entertain-Hotline 01805 37 37 50 wenden.</p>
<p>Was ich tat. Und zum ersten Mal seit zwei Tagen hatte ich bei der wohlklingenden Stimme dort das Gefühl, dass wenigstens die Problemstellung verstanden wurde. Und die Aussage &#8220;Leider sind unsere Testsysteme gerade nicht nutzbar. Ich seh&#8217; jetzt auch eigentlich nur Ihren Namen und Ihre Adresse, mehr habe ich hier jetzt nicht&#8221; war &#8211; allen ernstes &#8211; die kompetenteste Aussage, die ich in diesem ganzen Telefonmarathon von der Telekom bekommen habe. Verbunden mit dem Hinweis der freundlichen Mitarbeiterin, ich könnte es ja nach sieben Uhr nochmal probieren, dann würden die Testsysteme wohl auch wieder funktionieren.<br />
Ich äußerte die &#8211; durch eine Google-Suche genährte &#8211; Vermutung, man könnte mir Port 25 wegen Spam-Versands gesperrt haben. Ja, meinte sie, das könnte sein, sowas würde manchmal gemacht. Aber der Kunde würde dann immer per Telefon oder per E-Mail informiert. Sie hätte aber jetzt auf solche Informationen auch leider keinen Zugriff.</p>
<h2>offlinehausen@t-online.de</h2>
<p>Nach dem Gespräch begann es mir zu dämmern: An welche E-Mail-Adresse könnte mir die Telekom E-Mails schicken? Die haben mich, soweit ich mich erinnere, nie nach einer E-Mail-Adresse gefragt. Aber&#8230; war da nicht was? Achja. Genau. Hotspot-Zugang. Über T-Online. Ist Teil meines Vertrages. Damit man die Hotspots nutzen kann (was ich äußerst selten tat), muss man sich vorher einmal gesondert bei T-Online anmelden. Und dort als Zugangskennung eine T-Online-E-Mail-Adresse einrichten. Was ich einmal getan hatte (Nein, es ist nicht die Adresse aus der Überschrift. Leider). Tatsächlich konnte ich mich nun mit genau jener Adresse und dem damals vergebenen Passwort in das Kundencenter unter www.telekom.de einloggen.</p>
<p>Es dauerte noch eine Reihe von Klicks, bis ich schließlich auch die E-Mails fand, die man mir da offenbar seit Monaten zustellt (und die, trotz 1024 MB Speicherplatz, nach 90 Tagen gelöscht werden). Darunter zwei Stück von abuse@t-online.de. Die erste, etwa zwei Wochen alt:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrte Telekom Kundin,<br />
sehr geehrter Telekom Kunde,</p>
<p>über Ihren Anschluss wurde Spam versendet. Bitte lesen Sie diese E-Mail<br />
zur Vermeidung von weiterem Missbrauch aufmerksam durch. [...]</p></blockquote>
<p>Die zweite kam passend zum Beginn meines E-Mail-Problems vor ein paar Tagen:</p>
<blockquote><p>Sehr geehrte Telekom Kundin,<br />
sehr geehrter Telekom Kunde,</p>
<p>über Ihren Anschluss wird noch immer Spam versendet &#8211; daher haben wir<br />
mit einer Beschränkung der Mail &#8211; Versandmöglichkeit reagiert. Bitte<br />
lesen Sie diese E-Mail aufmerksam durch, um weiteren Missbrauch zu<br />
vermeiden. [...]</p></blockquote>
<p>Aaaaah ja. Is&#8217; klar. Diese Meldung stellt man an eine Adresse zu, die niemals für den Empfang von Rechnungen oder sonstigen wichtigen Mitteilungen vorgesehen war und tut so, als wäre das &#8211; sagen wir per Post &#8211; rechtskräftig zugestellt worden. Gleichzeitig gibt es &#8211; jedenfalls nachdem ich 20 Minuten lang danach gesucht habe &#8211; keine Möglichkeit, E-Mails an diese Adresse an andere Adressen weiterzuleiten. Was von besonderem Ärger ist, wenn man in der Vergangenheit bei anderen T-Doof-Kunden mitbekommen hat, dass man ein T-Online-POP3-Postfach nicht abrufen kann, wenn man nicht über T-Online mit dem Internet verbunden ist.</p>
<p>Die beiden lustigen E-Mails, die mir erklären, ich würde Spam versenden, enthalten aber natürlich exakt Null konkrete Hinweise, und es gibt auch keinen Verweis z.B. auf eine Webseite, wo man sich die Mails, vor allem natürlich die Header, mal anschauen könnte.</p>
<p>Denn mit mehreren Rechnern im Heimnetzwerk wäre es ja ganz interessant herauszufinden, ob evtl. einer davon Teil eines Botnetzes ist und (fast) unbemerkt Spam-Mails versendet. Die Hardware der Telekom &#8211; der besagte Speedport W701V &#8211; kann aber diese Analyse natürlich nicht leisten. Weshalb ich jeden der Rechner durchchecken kann (da alle Windows-Rechner den selben Virenschutz verwenden, darf bezweifelt werden, dass etwas gefunden wird) oder alternativ einen Rechner abstellen, über den der ganze Traffic geroutet wird, um dort dann zu schauen, wer denn jetzt eigentlich auf Port 25 rausblasen will.</p>
<p>Das eigentliche Ärgernis ist aber meiner Meinung nach nicht einmal, dass die Telekom dem Kunden kaum eine Möglichkeit an die Hand gibt, solche Probleme zu analysieren. Es ist auch nicht das Hauptproblem, dass die Abuse-Abteilung ihre Warnungen an E-Mail-Adressen verschickt, die gar nicht abgerufen werden.</p>
<p>Das eigentliche Problem, und das hat die Telekom schon seit Jahren, wenn nicht seit Jahrzehnten, ist, dass die rechte Hand nicht weiß, was die linke tut. Und wenn man sich das Chaos und die Weiterleitung von einer Hotline zur nächsten anschaut, dann weiß noch nichtmal die Fingerspitze, was der zugehörige Knöchel treibt. All die teuren Callcenter-Mitarbeiter, all die teure Technik, die Customer Relationship Management Systeme und die billigen Slogans einer Service-Offensive verpuffen an dem simplen Problem, dass abuse@t-online.de nicht mit 01805 37 37 50 kommuniziert und ich als Kunde am Ende wieder der Gelackmeierte bin, der zwar anstandslos alle Rechnungen bezahlt, der aber beim kleinsten Problem stundenlang den Komikern aus T-Offlinehausen hinterhertelefonieren muss und dann doch nicht erfährt, was denn jetzt eigentlich los ist.</p>
<p>[Update vom 30.01.2010: Nachdem ich mich etwas abgeregt habe, habe ich einige Formulierungen und Schimpfwörter abgemildert.]</p>
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		<item>
		<title>2^10 = 10^3: Rip Off (aka Abzocke)</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Oct 2009 03:01:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trittbretttreter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Foobar]]></category>
		<category><![CDATA[My Ass]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie viele Byte fasst eine Festplatte, die mit einer Größe von einem Terabyte ausgezeichnet ist? Oder anders gefragt: Wenn ich exakt ein Terabyte an Daten habe und mir eine Festplatte kaufe, die mit &#8220;1TB&#8221; ausgezeichnet ist&#8230; warum zum Teufel passen meine Daten da nicht drauf? Ganz einfach. Irgendwann in der Historie der Informatik muss es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie viele Byte fasst eine Festplatte, die mit einer Größe von einem Terabyte ausgezeichnet ist? Oder anders gefragt: Wenn ich exakt ein Terabyte an Daten habe und mir eine Festplatte kaufe, die mit &#8220;1TB&#8221; ausgezeichnet ist&#8230; warum zum Teufel passen meine Daten da nicht drauf?</p>
<p>Ganz einfach. Irgendwann in der Historie der Informatik muss es mal ein paar Arschlöcher gegeben haben, die der Meinung waren, dass ein Kilobyte exakt 1.000 Byte sind. Dass das völliger Irrsinn ist, ist eigentlich jedem klar. Niemand, ich betone, <strong>niemand</strong>, der bei Verstand ist, würde jemals auf die Idee kommen, die Mengeneinheit &#8220;Kilo&#8221; im Zusammenhang mit der Größe &#8220;Byte&#8221; als 1.000 bzw. 10^3 anzugeben. Es war, ist und bleibt imanent, dass Byte eine binäre Einheit darstellen und Größenangaben wie &#8220;Kilo&#8221;, &#8220;Mega&#8221; usw. deshalb in diesem Zusammenhang als 1.024 bzw. 2^10 zu interpretieren sind.</p>
<p>Nur, damit niemand auf dumme Gedanken kommt, möchte ich das noch einmal klarstellen: Wenn es um binäre Werte wie Bits und Bytes geht, müssen sich Mengenangaben wie &#8220;Kilo&#8221;, &#8220;Mega&#8221;, &#8220;Giga&#8221; usw. auf die Basis 1.024 bzw. 2^10 beziehen. Ein Kilobyte = 1.024 Byte. Ein Megabyte = 1.024 Kilobyte = 1.024*1.024 Byte = 1.048.576 Byte. Alles andere geht nicht, wäre vollkommener Irrsinn und würde so ziemlich alles durcheinander bringen, auf dem unsere heutige Informatik basiert.</p>
<p>Mit dem gesunden Menschenverstand ist das natürlich so eine Sache, wenn sich Marketingfuzzis einmischen. Ich muss gestehen, dass ich die genauen historischen Zusammenhänge nicht kenne. Aber aus heutiger Sicht spricht vieles dafür, dass eines Tages die Marketingfuzzis der Festplattenhersteller auf die Idee kamen: &#8220;Hey, wenn wir die Größe der Festplatte nicht auf Basis 1.024 angeben, sondern auf Basis 1.000, dann scheint unsere Festplatte ein Stück größer zu sein als jene der Konkurrenz, auch wenn beide Produkte exakt die gleiche Anzahl an Bytes fassen&#8221;. Da ließ sich dann die Konkurrenz nicht lumpen und rechnete fortan gleichfalls auf der falschen Basis. Wie stark die erwarteten Größen von den tatsächlichen Größen abweichen, illustriert z.B. ein Eintrag in der Wikipedia: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Byte#Gr.C3.B6.C3.9Fenunterschiede_zwischen_Dezimalpr.C3.A4fix_und_Bin.C3.A4rpr.C3.A4fix">Größenunterschiede zwischen Dezimalpräfix und Binärpräfix</a> &#8211; bei den inzwischen erhältlichen Terabyte-Festplatten gehen dem Konsumenten 10% verloren.</p>
<p>Dies mag nicht der Ort sein, Bundesregierung und Europäische Union zu krisitisieren. Andererseits&#8230; welch besseren Ort könnte es geben als ein Blog? Die Bundesregierung und die Jeden-Pfurz-Regulierer der EU sind bereit, Firmen und Konzerne für den vagen Verdacht einer Preisabsprache zu verknacken oder für die Bündelung selbst entwickelter Webbrowser mit selbst entwickelten Betriebssystemen. Aber dass Festplatten mit falschen und irreführenden Größenangaben in Europa und insbesondere in Deutschland verkauft werden dürfen, wo sonst ein falscher oder vielleicht auch einfach nicht vorhandener Pups im Impressum des eBay-Shops zu Abmahnungen und folgenden Verurteilungen führt, das passt einfach nicht zusammen.</p>
<p>Das Problem ließe sich recht leicht beseitigen: Eine deutsche Richtlinie bzw. ein deutsches Gesetz, was im Zusammenhang mit &#8220;Bits&#8221; und &#8220;Bytes&#8221; bei Größenangaben wie &#8220;Kilo&#8221;, &#8220;Mega&#8221; und &#8220;Giga&#8221; die Basis 1.024 vorschreibt und die Basis 1.000 verbietet, würde das Problem recht fix beheben. Eine entsprechende EU-Richtlinie könnte ganz leicht einen internationalen Vorbildcharakter erreichen.</p>
<p>Stattdessen scheint es, dass viele ansonsten vernunftbegabte Leute einen anderen Weg gehen möchten: Anstatt ein Kilobyte als 1.024 Byte zu definieren, möchten sie lieber &#8220;Kilo&#8221; als 1.000 definieren, egal ob es nun um Tonnen, Gramm oder Bytes geht. Damit man die Binären Einheiten zweifelsfrei zuordnen kann, soll es stattdessen neue Größenangaben geben: &#8220;Kilo Binary Bytes&#8221; bzw. &#8220;KiBi Bytes&#8221; bzw. &#8220;KiB&#8221;, gefolgt von MiB, GiB und Co.</p>
<p>Dieser Quatsch wurde schon längst zertifiziert und standardisiert. Im Wikipedia-Artikel liest man aber auch: &#8220;Die Akzeptanz für diese IEC-Binärpräfixe ist in der IT-Branche bis heute gering.&#8221; Gemeint mit &#8220;IEC-Binärpräfixen&#8221; sind &#8220;KiB&#8221; und Co, also genau der Blödsinn, der von Anfang an keine Existenzberechtigung hat, weil (s.o.) kein vernunftbegabter Mensch je auf die Idee käme, im Zusammenhang mit Bits und Bytes die Basis 10^3 anzuwenden. Es stimmt also: Meine Akzeptanz, irgendwas als &#8220;MiBiBytes&#8221; zu bezeichnen anstatt &#8220;Megabytes&#8221; ist äußerst gering, weil es meiner Meinung nach die gleiche Menge an Bytes bezeichnet.</p>
<p>Was stattdessen eine neue Bezeichnung bräuchte, wäre die Verwendung von 10^3 als Basis für &#8220;Kilo&#8221; und Co. im Zusammenhang mit Bits und Bytes. Mein Vorschlag: ROB für &#8220;Rip Off Bytes&#8221;, und folgend KROB, MROB, GROB etc.</p>
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		<title>Jugendschutz My Ass</title>
		<link>http://www.trittbretttreter.de/2009/08/22/jugendschutz-my-ass/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Aug 2009 20:02:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trittbretttreter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ballerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[My Ass]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[Wo leben wir hier eigentlich? Die Frage muss man sich seit den Anschlägen vom 11. September immer wieder stellen. Dass Schilys Sicherheitspolitik von Schäuble noch übertroffen würde &#8211; ich hätte das damals nicht für möglich gehalten. Aber abseits der täglichen Bürgerrechtseinschnitte irgendwelcher Wasserköpfe mit Wohnsitz in Berlin gibt es ein Thema, das mich seit langem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wo leben wir hier eigentlich? Die Frage muss man sich seit den Anschlägen vom 11. September immer wieder stellen. Dass Schilys Sicherheitspolitik von Schäuble noch übertroffen würde &#8211; ich hätte das damals nicht für möglich gehalten. Aber abseits der täglichen Bürgerrechtseinschnitte irgendwelcher Wasserköpfe mit Wohnsitz in Berlin gibt es ein Thema, das mich seit langem ernsthaft ärgert: Der deutsche Jugendschutzwahn.</p>
<p>Die Grundidee kann ich ja zunächst nachvollziehen. Nicht alles ist für jeden geeignet. Kinder und Jugendliche sind besonders schutzbedürftig, denn sie müssen erst einmal lernen, in der Welt klarzukommen, sie müssen die ganzen komplexen Regeln lernen, die unseren Umgang miteinander betreffen. Das bedeutet auch, dass man bestimmte Inhalte von ihnen fernhalten sollte, die in erster Linie für Erwachsene gemacht sind: Pornographie und Gewaltdarstellungen stehen da ganz oben auf der Liste, und das ist auch gut so.</p>
<p>Der deutsche Staat hat aber meiner Meinung nach irgendwann den falschen Weg eingeschlagen. Er will nicht regeln, was für Kinder mehr oder weniger geeignet ist. Er will verbindliche Gesetze erlassen, gegen die niemand verstoßen darf. Der Staat regelt, was Kinder und Jugendliche dürfen und was nicht. Aber er macht nicht bei Alkohol oder Zigaretten halt, die zweifelsfrei nicht für Kinder sind (und trotzdem zum Erwachsenwerden dazugehören).</p>
<p>Da ist von &#8220;jugendgefährdenden&#8221; Schriften und Medien und &#8220;Entwicklungsbeeinträchtigung&#8221; die Rede, als würde der bloße Kontakt mit Schmuddelbildern, Kriegsfilmen und Ballerspielen die körperliche Unversehrtheit des Nachwuchses bedrohen, als könnten sich die Kinder niemals zu &#8220;normalen&#8221; Erwachsenen entwickeln, wenn sie im falschen Alter mit filmischem Horror konfrontiert werden.</p>
<p>Lieber Staat: Es ist nicht deine Aufgabe, das vorzuschreiben. Das ist die Aufgabe der Eltern.</p>
<p>Nun sind Eltern nicht automatisch Medienexperten, können schlecht alle Bücher im Voraus lesen und jedes Computerspiel vorab testen, damit die Kinder nicht ungeprüft irgendwelche ungeeigneten Inhalte in die Finger kriegen. Ein <em>Empfehlungs</em>system würde ich also jederzeit unterstützen &#8211; warum sollte man den Eltern nicht eine unverbindliche Empfehlung an die Hand geben, welche Inhalte für welches Alter als geeignet angesehen werden?</p>
<p>Aber ein Verbotssystem, das ist meine Sache nicht. Es kann und darf nicht Aufgabe des Staates sein, jedes Kinderzimmer zu reglementieren. Doch damit nicht genug. Dem deutschen Jugendschutzwahn fallen Freiheiten für die erwachsenen, für die volljährigen und laut Gesetz mündigen Bürger zum Opfer. Jedes Computerspiel, dass nicht von der <acronym title="Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Unterhaltungssoftware_Selbstkontrolle">USK</a></acronym> geprüft wurde, darf nur an Volljährige verkauft werden. Im Kaufhaus ist das einfach zu prüfen: Man zeigt den Ausweis, und alles ist gut. Bei einer Versandbestellung im Internet wird die Sache schon schwieriger &#8211; wie prüft der Anbieter, ob die Bestellung tatsächlich von einem Volljährigen vorgenommen wird?</p>
<p>Hier kommen Alters-Verifikations-Systeme ins Spiel. In der einfachsten Variante faxt man eine Kopie des Personalausweises an den Anbieter, dann kann man die ganzen schönen ab-18-Artikel bestellen. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Postident">Postident</a> wäre eine Alternative &#8211; man lässt sich in einer Postfiliale die Volljährigkeit bescheinigen, und die Post bescheinigt dann dem Anbieter, dass der Kunde tatsächlich volljährig ist. Welchen Aufwand dieses Verfahren für Kunden und Anbieter bedeutet, kann man sich ausmalen. Die ab-18-Bestellung wird dann aber nicht einfach so auf den Weg gebracht, sondern als Sendung mit eigenhändiger Auslieferung. Das heißt, ich muss gegenüber dem Postboten nicht nur nachweisen, dass ich volljährig bin, sondern ich muss ihm auch noch beweisen, dass ich ich bin. Hallo?</p>
<p>Wie wäre es denn mit einer ganz einfachen <acronym title="Alters-Verifikations-System">AVS</acronym>-Variante: Der Liquidität. Nicht umsonst gelten erst Erwachsene als voll geschäftsfähig. Girokonten und Kreditkarten für Kinder gibt es meines Wissens nicht. Aber das ist für unsere Politiker nicht genug &#8211; Sohnemann könnte ja Papas Kreditkarte benutzen, um sich GTA und Co nach Hause liefern zu lassen. Dass Papa dann vielleicht irgendwann fragt, warum irgendwelche Händler da einfach Geld abbuchen, kommt offenbar niemandem in den Sinn.</p>
<p>Die USK ist ohnehin schon eine deutsche Sonderregelung, eine eigene Organisation, die nur dazu da ist, Computerspielen eine Alterseinschätzung mitzugeben, die dann für jeden Bürger und Händler verbindlich ist. Natürlich prüft die USK nur deutsche Lokalisierungen. Das gleiche Programm in englischer Sprache ist quasi automatisch ab 18, weil nicht USK-geprüft.</p>
<p>Was Meinugs- und Kunstfreiheit gerade im Zusammenhang mit gewalthaltigen Medien angeht, sind die USA erfreulicherweise traditionell erheblich weniger faschistoid als die Bundesrepublik. Das <a href="http://www.esrb.org/about/index.jsp">Enternainment Software Rating Board</a> (ESRB) beschreibt seinen Aufgabe so:</p>
<blockquote><p><strong>Mission</strong></p>
<p>To empower consumers, especially parents, with the ability to make informed decisions about the computer and video games they choose for their families [...]</p></blockquote>
<p>Frei übersetzt:</p>
<blockquote><p><strong>Mission</strong></p>
<p>Konsumenten, insbesondere Eltern, die Möglichkeit an die Hand zu geben, wohl informierte Entscheidungen über Computer- und Videospiele zu treffen, die sie für ihre Familien auswählen [...]</p></blockquote>
<p>Könnte es sein, dass da jemand an den mündigen Bürger denkt, der seine eigenen, freien und wohl informierten Entscheidungen für sich und seine Familie trifft? Dieser Anflug eines sinnvollen Gedankens ist erstaunlicherweise sogar in Europa anzutreffen, denn hier gibt es die <a href="http://www.pegi.info/">Pan European Game Information</a> (PEGI).</p>
<blockquote><p>The Pan-European Game Information (PEGI) age rating system was established to help European parents make informed decisions on buying computer games.</p></blockquote>
<p>Frei übersetzt:</p>
<blockquote><p>Das Pan-European Game Information (PEGI) System zur Alterseinstufung wurde entwickelt, damit europäische Eltern informierte Entscheidungen über den Kauf von Computerspielen treffen können.</p></blockquote>
<p>Hossa! Noch so ein Text über Verantwortung und Information. Wenn ich mich nicht verzählt habe, hat PEGI im Moment 30 Mitgliedsstaaten. Deutschland ist natürlich nicht dabei, wir haben ja die USK. Und trotzdem reißt der Strom unreflektierter Verbotsforderungen von gewaltverherrlichenden Computerspielen nicht ab.</p>
<p>Lassen wir uns das kurz auf der Zunge zergehen: Es gibt in Deutschland Politiker, die fordern nicht einfach eine höhere Alterseinstufung für bestimmte Computerspiele, sondern sie fordern Herstellungs- und Abgabeverbote. Will sagen, Spieleschmieden wie <a href="http://www.crytek.com/">Crytek</a>, die sich international einen Namen gemacht haben und tatsächlich profitabel arbeiten, wären in Deutschland verboten, die Mitarbeiter mit Geld- und Gefängsnisstrafen bedroht. Wegen der Herstellung von Spielen, die in Deutschland im Moment keine Jugendfreigabe haben und vom ESRB mit einem &#8220;M&#8221; Rating (geeignet ab 17 Jahren) versehen sind. <strong>Hallo?</strong></p>
<p>Es gibt in Deutschland noch immer Meinungsfreiheit. <span style="text-decoration: line-through;">Leider</span> Zum Glück sogar für Politiker. Daher kann ich nur in den schärfsten mit den Gesetz vereinbaren Worten sagen, was ich von diesen Ansichten halte. Es sind Leute unterwegs, die wollen nicht einfach ein paar allgemeine Regeln aufstellen, sondern sie wollen vor dem Hintergrund menschenverachtender Gewaltdarstellungen ein ganzes Genre ausrotten. Ein gewisser George Walker Bush führt vor unseren Augen einen Krieg, von dem jeder wusste, dass die Gründe erstunken und erlogen waren. In Afrika wurden und werden Menschen gemetzelt, weil sie im falschen Land leben. Und hier gibt es Leute, die wollen <em>Spiele</em> wegen ihrer grausamen Darstellungen verbieten? Ich glaube, ich spinne. Ich glaube, ich lebe nicht einfach im falschen Land, sondern auf dem falschen verdammten Planeten.</p>
<p>Wenn man glaubt, blöder geht&#8217;s nicht mehr, dann kommt immer noch irgendein CSU-Spinner hervorgekrochen. Einer, der seit Jahren schon gegen Ballerspiele und eigentlich generell gegen Computerspiele wettert. Der lässt sich dann mal vorführen, was moderne Grafikkarten für eine blutige Pracht auf den Bildschirm zaubern können und kommentiert dann, er wäre regelrecht erschüttert. Kann man besser demonstrieren, dass man vorher nicht die geringste Ahnung hatte, wovon man eigentlich redet?<br />
Und gerade wenn man sich denkt &#8220;Ein Glück, dass der nix mehr zu sagen hat&#8230;&#8221;, steht schon <a href="http://www.heise.de/newsticker/Bayerns-Innenminister-bei-Killerspielen-kontra-JU-und-katholische-Jugend--/meldung/138396">der Nachfolger</a> bereit.</p>
<p>Geht es nur mir so, dass ich hier eine Gedankenpolizei sehe, die demnächst eingeführt wird?</p>
<h2>Die Amokläufe</h2>
<p>Aber die Verbotsfraktion glaubt natürlich ein ganz gewichtiges Argument auf ihrer Seite zu haben: Es geht ja nicht nur um allgemein menschenverachtende Inhalte. Nein, die Kinder und Jugendlichen werden ja förmlich zu brutalen Gewalttaten angestachelt, simulieren am Rechner schonmal die Tat.<br />
Für jede wissenschaftliche Studie, die etwa von hannoveraner Ober-Pfeiffen angefertigt wird, gibt es vermutlich mindestens eine Meta-Studie, die Befangenheit, Voreingenommenheit und einen schwerwiegenden Mangel wissenschaftlicher Methoden konstatiert. Und trotzdem wissen sie es alle ganz genau: Die medienwirksamen Mordtaten von Erfurt, Emsdetten, Winnenden und Co sind alle nur wegen der schlimmen Computerspiele passiert.</p>
<p>Ich sag euch mal was: ZDF bis RTL tragen an den Taten mehr Schuld als Counter-Strike, GTA und Doom zusammen. Tagelange Berichterstattung, exzessive Betroffeneninterviews, Belagerung des Täter-Elternhauses, ARD Brennpunkt, ZDF Spezial und RTL Schlagmichtot, <strong>das</strong> fördert Nachahmungen bei durchgeknallten Jugendlichen, die möglichst effektvoll aus dem Leben treten wollen. Mit Computerspielen hat das ungefähr so viel zu tun wie Weißbrot.</p>
<p>Wer hat sich schon den <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24032/1.html">Abschiedsbrief des Täters von Emsdetten</a> durchgelesen, der in einer Rekordzeit aus dem Netz genommen wurde, dass Kinderporno-Sperrbefürworter sich gleich mehrere Scheiben davon abschneiden könnten? Da steht nichts von &#8220;Lock and Load&#8221;, kein &#8220;Ihr werdet alle durch Headshots mit der USP sterben!&#8221;. Da steht was von &#8220;Hass&#8221; und &#8220;Rache&#8221;, von ätzenden Lehrern und noch schlimmeren Mitschülern.</p>
<p>Liebe Politiker: Computerspiele machen nicht aggressiv. Aber auch aggressive Leute spielen Computerspiele. So und nicht anders herum.<br />
Aggressiv werde ich eher, wenn Stunden nach einer Gewalttat geäußert wird, man solle jetzt keine voreiligen Waffenverbote fordern. Hat eigentlich mal jemand geprüft, wie viele Vertreter der &#8220;Computerspiele gehören Verboten&#8221;-Fraktion gleichzeitig im Schützenverein sind?</p>
<p>Mit einer Maus kann ich halbwegs umgehen, je nach Shooter sehe ich sogar online nicht so alt aus, wie ich bin. Mit einer echten Waffe wüsste ich allerdings nicht umzugehen (richtig: Ich habe den Wehrdienst verweigert). Meine einzigen Computeraccessoires, die ich für ansatzweise waffentauglich halte, sind das Falcon 4 Handbuch (habe mal gelesen, es wäre umfangreicher als das Telefonbuch von Düsseldorf) und der Thrustmaster Joystick. Nicht gerade Amoklauf-tauglich, und das dürfte bei den meisten Spielern dieses Landes genauso aussehen.</p>
<h2>Öffentliche Ächtung</h2>
<p>Dieser ganze Verbots-Blödsinn ist ja schlimm genug, aber meistens &#8211; immerhin &#8211; eine Einzelmeinung. Regelrecht erschreckend wird es, wenn gleich ganze E-Sport-Veranstaltungen <span style="text-decoration: line-through;">verboten</span> abgesagt werden, die lange vorher angemeldet waren und die in den Vorjahren keine Probleme verursachten. Seit der Tat von Winnenden ist der ohnehin CSU-geschädigte süddeutsche Raum ganz übel dran, gleich mehrfach wurden Veranstaltungen in Stuttgart und Karlsruhe abgesagt. Immerhin richtige Turniere mit Regeln, Preisgeldern, Gewinnern und so.</p>
<p>Dass man gleichzeitig vielleicht mal das Boxen verbieten sollte, wo sich echte Menschen echte Knochen vertrimmen, die Idee habe ich in letzter Zeit allerdings ziemlich selten gehört. Die großen Leistungsschauen der Pharmaindustrie (Tour de France, Leichtathhletik-WM) können auf Dauer auch nicht gesundheitsfördernd sein, sind aber genauso erlaubt wie selbstmörderische Geschwindigkeiten in der Formel 1. Aber Daddeln, wo eine Sehnenscheidenentzündung und Rückenprobleme die schlimmsten zu erwartenden Verletzungen sind, das soll verboten und geächtet werden? Ich glaube, ich lebe hier im falschen verdammten Universum.</p>
<p>Unter dem Deckmantel des Jugendschutzes etablieren nicht wenige Politiker ein System, das keine objektiv beurteilbaren Gefahren bekämpft. Alte Säcke wollen bestimmen, was erlaubt und was verboten ist und orientieren sich an Moralvorstellungen, die man wahrscheinlich selbst in den 60ern als spiessig und erz-konservativ bezeichnet hätte (sollte dies hier wider Erwarten jemand lesen, der mich aus eigener Erfahrung des Gegenteils belehrt, korrigiere ich mich gerne).</p>
<p>Ich kann dazu nur sagen: Jugendschutz my ass. Welche Spiele ich auf meinem Rechner daddele, ist verdammt nochmal nicht die Sache unserer Politiker, und welche Spiele die Kinder in diesem Land spielen, ist verdammt nochmal die Sache ihrer Eltern.</p>
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