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	<title>Trittbretttreter &#187; Zensur</title>
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		<title>Gemeinsamkeiten von &#8220;Suchhilfen&#8221; und Access-Blocking</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Aug 2010 21:08:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trittbretttreter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[heise beschreibt auch für Leien gut verständlich, wie unter anderem T-Online und Kabel Deutschland das Domain Name System manipulieren, um ein wenig Traffic auf ihre &#8220;Suchhilfen&#8221; zu führen: DNS-Verbiegungen &#8211;  Wie Provider das Domain Name System manipulieren. Das Schöne daran: Technisch gesehen funktioniert das Access-Blocking, das vom Bundeskriminalamt gerade wieder im Kampf gegen Kinderpornographie gefordert wird, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>heise beschreibt auch für Leien gut verständlich, wie unter anderem T-Online und Kabel Deutschland das Domain Name System manipulieren, um ein wenig Traffic auf ihre &#8220;Suchhilfen&#8221; zu führen: <a href="http://www.heise.de/netze/artikel/DNS-Verbiegungen-1025662.html">DNS-Verbiegungen &#8211;  Wie Provider das Domain Name System manipulieren</a>.</p>
<p>Das Schöne daran: Technisch gesehen funktioniert das Access-Blocking, das vom Bundeskriminalamt gerade wieder im Kampf gegen Kinderpornographie gefordert wird, fast genau so wie die DNS-Verbiegungen. Wobei zu erwähnen wäre, dass Access-Blocking auf DNS-Ebene die Mindestanforderung ist; andere Techniken wie die sogenannten Hybrid-Sperren funktionieren auf einer anderen Ebene. Beim Zugangserschwerungsgesetzt haben aber meines Wissens alle Zugangsanbieter ihre Sperren auf DNS-Ebene errichtet.</p>
<p>Einziger Unterschied zwischen DNS-Verbiegungen und Access-Blocking: während die DNS-Verbiegung die falschen Antworten nur dann liefert, wenn die korrekte Antwort &#8220;NXDomain&#8221; (Domain existiert nicht) gelautet hätte, wird die falsche Antwort im Fall des Access-Blocking bei allen gelisteten (tatsächlich existierenden) Domains geliefert.</p>
<p>Die Kritik des heise-Artikels greift fast bedingungslos auch im Fall des Access-Blocking. Was im Übrigen auch für die Umgehungsmöglichkeiten gilt. Aber solange nur ein harter Kern schwer (Pädo-) Krimineller versteht, was heise da schreibt, ist ja alles in Ordnung&#8230;</p>
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		<title>Kastration, Kasteiung und Zensur</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Apr 2010 00:38:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trittbretttreter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[My Ass]]></category>
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		<description><![CDATA[Kettensägen sind ja eigentlich sehr nützliche Werkzeuge. Aber in manchen Funktionen sind sie auch nachts um 1 im deutschen TV tabu. Wenn der Kubaner Tony Montana damit bedroht wird beispielsweise. Nach dem Nachtmagazin in  der ARD war ich gerade angenehm überrascht, dass es gleich im Anschluss zu Ehren von Al Pacinos 70. Geburtstag den Film [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kettensägen sind ja eigentlich sehr nützliche Werkzeuge. Aber in manchen Funktionen sind sie auch nachts um 1 im deutschen TV tabu. Wenn der Kubaner Tony Montana damit bedroht wird beispielsweise.</p>
<p>Nach dem Nachtmagazin in  der ARD war ich gerade angenehm überrascht, dass es gleich im Anschluss zu Ehren von Al Pacinos 70. Geburtstag den Film <a href="http://www.imdb.com/title/tt0086250/">Scarface</a> gab. Gut, okay, es hat was von Selbstkasteiung, sich sowas in der deutschen Fassung anzutun, denn die ARD schafft es leider bis heute nicht, solche Filme alternativ im Original auszustrahlen (was ja leider auf den allergrößten Teil der deutschen TV-Sender zutrifft).</p>
<p>Nach etwa 20 oder 25 Minuten erreicht der Film den ersten Höhepunkt: Tony Montana (Al Pacino) soll in einer Absteige in Miami einen Drogendeal abwickeln. Es geht fürchterlich schief, Tony und sein Kumpel werden von den kolumbianischen Dealern überwältigt. In der nächsten Szene kommen zwei weitere kubanische Kumpels zu Hilfe, es gibt eine wilde Schießerei. Tony und zwei der Kubaner fliehen ganz knapp mit dem H.</p>
<p>Die Szene hat nur leider so viele Anschlussfehler, dass man gar nicht kapiert, was da eigentlich vor sich geht. Der vierte Kubaner fehlt völlig, stattdessen sieht man in der Dusche eine mächtige Blutlache. Und woher kommt eigentlich das Heroin &#8211; der Kolumbianer Hector hatte behauptet, es wäre nicht vor Ort.</p>
<p>In der ungeschnittenen Fassung erfährt der Zuschauer, was es mit dem ganzen Blut und dem fehlenden Kubaner auf sich hat. Und dass das Heroin aus dem selben Koffer stammt wie eine gewisse Kettensäge.</p>
<p>Aber anstatt dem Zuschauer nachts um 1 die Wahl zu überlassen, ob er sich diese Gewaltdarstellung überhaupt anschauen möchte (der Film macht schon nach ein paar Minuten klar, dass Tony Montana kein Chorknabe ist &#8211; und überhaupt, wer schaut schon so eine olle Kamelle von Brian de Palma, wenn er nicht weiß, worum es geht?) oder ganz darauf verzichtet, wird lieber der Film kastriert.</p>
<p>Ich hatte <a href="/2009/10/27/leseempfehlung/">verschiedentlich</a> auf Beiträge von Hans Schmid auf Telepolis <a href="/2010/04/03/links-1/">hingewiesen</a>, die am Beispiel von Horrorfilmen oder Filmen aus der Nazi-Zeit die Frage stellen, ob es eigentlich Zensur ist, was da geübt wird. Wenn ich mir nun die zusammengekürzte Version von Scarface anschaue, dann weiß ich beim besten Willen nicht, wie ich das sonst bezeichnen soll &#8211; es gibt ja leider keinen Umschalter auf der Fernbedienung zwischen &#8220;Gib mir das Original&#8221; und &#8220;Och nöh, gewaltreduziert ist okay&#8221;.</p>
<p>Ob man es nun als Zensur bezeichnet oder nicht, ändert aber nichts an diesem Umstand: ein Film wie Scarface ist in der geschnittenen Version, wie sie die ARD heute nach ausstrahlte, schlicht ungenießbar. Dann lieber Musikantenstadl.  Da komme ich erst gar nicht in die Versuchung, einzuschalten.</p>
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		<title>Leseempfehlung</title>
		<link>http://www.trittbretttreter.de/2009/10/27/leseempfehlung/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Oct 2009 23:21:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trittbretttreter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit dem Thema Zensur am Beispiel ausgewählter Horrorfilme beschäftigt sich ein zweiteiliger Artikel bei Telepolis. Sehr lang, aber auf alle Fälle lesenswert: Kasperltheater, Folterpornos und Zensoren - Die Nouvelle Vague des Horrorfilms in den Krallen deutscher Jugendschützer von Hans Schmid.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem Thema Zensur am Beispiel ausgewählter Horrorfilme beschäftigt sich ein zweiteiliger Artikel bei Telepolis. Sehr lang, aber auf alle Fälle lesenswert: <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31298/1.html">Kasperltheater, Folterpornos und Zensoren - Die Nouvelle Vague des Horrorfilms in den Krallen deutscher Jugendschützer</a> von Hans Schmid.</p>
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		<title>Täterschutz</title>
		<link>http://www.trittbretttreter.de/2009/10/15/taeterschutz/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Oct 2009 23:47:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trittbretttreter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[Es geht mal wieder um das Zugangserschwerungsgesetz, also das Errichten von nationalen Internetblockaden gegen kinderpornographische Angebote. Eines der Hauptargumente für diese Sperren lautet: &#8220;Es gibt Länder, in denen entweder keine Gesetze gegen die Verbreitung von Kinderpornographie bestehen oder in denen die bestehenden Gesetze nicht durchgesetzt werden&#8221;. Das sind die sogenannten Fail-States. Der Präsident des Bundeskriminalamtes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es geht mal wieder um das Zugangserschwerungsgesetz, also das Errichten von nationalen Internetblockaden gegen kinderpornographische Angebote. Eines der Hauptargumente für diese Sperren lautet: &#8220;Es gibt Länder, in denen entweder keine Gesetze gegen die Verbreitung von Kinderpornographie bestehen oder in denen die bestehenden Gesetze nicht durchgesetzt werden&#8221;. Das sind die sogenannten Fail-States.</p>
<p>Der Präsident des Bundeskriminalamtes Jörg Zierke hatte <a href="http://www.trittbretttreter.de/2009/08/27/gefaehrliche-argumentation/">in einer Diskussion</a> dazu gesagt, ihm seien 20 bis 30 Länder bekannt, auf die das zutrifft. Benennen wollte er sie freilich nicht. Einige Zeit später äußerte <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-180-23967--f221996.html#q221996">Familienministerin von der Leyen auf abgeordnetenwatch.de</a> etwa das gleiche (gefunden via <a href="http://www.netzpolitik.org/2009/das-waere-hier-auch-nicht-der-richtige-ort/">netzpolitik.org</a>):</p>
<blockquote><p>Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich an dieser Stelle nicht einzelne Länder herausgreifen und sie öffentlich an den Pranger stellen möchte. Das wäre hier auch nicht der richtige Ort. Die existierenden Probleme müssen auf internationaler Ebene im Dialog gelöst werden.</p></blockquote>
<p>Etwas diffus war beim Zugangserschwerungsgesetz immer die Rede davon, es sei nur eine von vielen Maßnahmen, um die Verbreitung von Kinderpornographie einzudämmen. Um welche anderen Maßnahmen es sich handelt, bleibt offen. Warum die Fail-States nicht benannt werden, bleibt genauso offen. Und dass diese Staaten wirklich so bekannt sind, halte ich nicht gerade für erwiesen &#8211; es sei an den peinlichen <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Familienministerin-bedauert-Kinderporno-Fauxpas-mit-Indien-5885.html">Fauxpas mit Indien</a> erinnert.</p>
<p>Wie kann ich mir also den internationalen Dialog vorstellen, von dem die Ministerin da spricht? Heißt es dann irgendwann &#8220;Kanzlerin Merkel sprach mit Staatschef XYZ auch über die Verbreitung von Kinderpornographie&#8221;, also die übliche &#8220;Ja ja heißt leck mich am Arsch&#8221;-Diplomatie?<br />
&#8220;In der Frage konnten wir natürlich heute keine endgültige Einigung erzielen, aber wir sind gemeinsam der Auffassung, einen guten Weg eingeschlagen zu haben&#8230;&#8221;?</p>
<p>Jetzt mal Butter bei die Fische: Es gibt Staaten, denen es scheißegal ist, wenn von dort aus der schwere sexuelle Missbrauch von Kindern weltweit verbreitet wird, und unsere Familienministerin will sie <strong>nicht</strong> an den Pranger stellen?</p>
<p>Aber hallo, ich schon! Ich will wissen, um welche Staaten es sich handelt, damit ich sie boykottieren kann. Ich möchte dort keinen Urlaub machen, ich möchte keine Produkte aus diesen Ländern erwerben, ich will andere zum gleichen Boykott anstiften, will darüber bloggen, diskutieren und debattieren und diese Staaten so lange an den Pranger stellen, bis sie sich um das Problem kümmern. Ich will durch mein Wahlverhalten klarmachen, dass sich Politiker für internationale Sanktionen stark machen sollen. Ich will, dass EU, UN, UNICEF und jede andere wichtige Organisation so lange Druck machen, bis nicht mal mehr die hinterletzte Bananenrepublik die Verbreitung von Kinderpornographie duldet.</p>
<p>Kurzum: Ich will, dass es keine Fail-States gibt, und das will ich natürlich so schnell wie möglich.</p>
<p>Nur&#8230; dafür kann ich mich nicht einsetzen. Denn ich kenne die Staaten ja nicht. Vielleicht kaufe ich Kaffee aus diesen Ländern, vielleicht wurde mein Computer dort zusammengebaut oder mein Onkel macht dort regelmäßig Urlaub, ich weiß es nicht. Ich kann sie nicht boykottieren, kann keine Front aufbauen und auch sonst nichts gegen sie tun. Weil die Familienministerin noch nicht den richtigen Ort gefunden hat, einzelne Länder herauszugreifen.</p>
<p><strong>Das</strong> nenne ich Täterschutz.</p>
<p>[Update 2009-10-22: Typo gefixed]</p>
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		<title>Gefährliche Argumentation</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Aug 2009 03:21:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trittbretttreter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Zugangserschwerungsgesetz wird vor allem mit einem Namen assoziiert: Mit Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. Wer die Berichterstattung etwas aufmerksamer verfolgt, erkennt einen weiteren aktiven Unterstützer: Jörg Zierke, Präsident des Bundeskriminalamtes. Die Familienministerin geht seit Wochen jeder öffentlichen Diskussion aus dem Weg. In Wahlkampfveranstaltungen vor CDU-nahem Publikum wiederholt sie aber gerne die ganzen Argumente, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Zugangserschwerungsgesetz wird vor allem mit einem Namen assoziiert: Mit Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. Wer die Berichterstattung etwas aufmerksamer verfolgt, erkennt einen weiteren aktiven Unterstützer: Jörg Zierke, Präsident des Bundeskriminalamtes. Die Familienministerin geht seit Wochen jeder öffentlichen Diskussion aus dem Weg. In Wahlkampfveranstaltungen <a href="http://netzpolitik.org/2009/die-demagogie-der-zensursula/">vor CDU-nahem Publikum</a> wiederholt sie aber gerne die ganzen Argumente, die hinlänglich bekannt und zu guten Teilen widerlegt sind.</p>
<p>Daher war ich überrascht, bei heise online von einer <a href="http://www.heise.de/newsticker/BKA-Chef-Umgehen-von-Kinderporno-Sperren-ist-strafbar--/meldung/143716">öffentlichen Diskussion mit Jörg Zierke</a> zum Thema Zugangserschwerungsgesetz zu lesen. Für alle Nicht-Mainzer unter uns noch besser: Im Odem-Blog gibt es einen <a href="http://blog.odem.org/download/Ziercke20090813.mp3">MP3-Mitschnitt der Veranstaltung</a>.</p>
<p>Die Diskussion wurde offenbar vom SPD Bundestagsabgeordneten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Hartmann_(Politiker)">Michael Hartmann</a> ermöglicht, dem ich an dieser Stelle dafür einen ganz herzlichen Dank aussprechen möchte, denn öffentliche und vor allem kritische Diskussionen zum Zugangserschwerungsgesetz hat es meiner Einschätzung nach viel zu wenige gegeben.</p>
<p>Hartmann und Zierke gelingt es im Verlauf der Diskussion, eine ganze Reihe von Bedenken der Kritiker anzusprechen und &#8211; teilweise &#8211; zu entkräften. Ich denke, dass die Diskussion um das Zugangserschwerungsgesetz einen anderen Verlauf genommen hätte, wenn von Anfang an belegte und belegbare Argumente im Vordergrund gestanden hätten und nicht so sehr die unglaubliche Demagogie, die unsere Bundesfamilienministerin in dieser Sache ab der ersten Stunde an den Tag gelegt hat.</p>
<p>Es bleiben aber auch Fragen offen. Fragen, die in der recht hitzigen Atmosphäre vom Publikum durchaus gestellt wurden. Etwa die Frage, was es mit der Kinderporno-Industrie auf sich hat, von der seit Monaten geredet wird.</p>
<p>Zeitangaben im Folgenden beziehen sich auf das verlinkte MP3.</p>
<h2>Die Kinderpornoindustrie</h2>
<p>Zitat Zierke (Zeitindex ca. 12:06):</p>
<blockquote><p>Kinderpornographie beginnt mit dem schweren sexuellen Missbrauch von Kindern. Es gibt sogar Anhaltspunkte dafür, dass Kinder gezielt für die Erstellung des vermarkteten Bild- und Videomaterials missbraucht werden.</p></blockquote>
<p>War nicht eines der zentralen Argumente Ursula von der Leyens, dass man Kinder effektiv vor Missbrauch schützt, indem man den kommerziellen Massenmarkt austrocknet? Dieses Argument setzt zwingend voraus, dass Kinder gezielt missbraucht werden. Ein Dreivierteljahr später ist alles, was einer der wichtigsten Polizisten des Landes dazu sagen kann: &#8220;Es gibt sogar Anhaltspunkte&#8221;.<br />
Wenn ich unter diesem Gesichtspunkt von der Leyens Argumente als dreiste Lüge bezeichne, ist das die freundlichste Formulierung, zu der ich mich an dieser Stelle durchringen kann. Die Alternative wäre, dass der Präsident des <acronym title="Bundeskriminalamt">BKA</acronym> nicht wüsste, wovon er redet. Ich weiß nicht, welche Variante erschreckender ist.</p>
<p>Im Verlauf der Diskussion wurde mehrfach nach Belegen und Beweisen für die Existenz einer Kinderporno-Industrie gefragt. Konkrete Antworten ist Zierke leider schuldig geblieben. Auch die Existenz eines kommerziell geprägten Marktes (der mit einschlägigem Material handelt, es aber nicht herstellt) hat er nicht belegt. Er sagte zwar, dass das Internet als Tatmittel für die Verbreitung von Kinderpornographie <strong>die</strong> zentrale Rolle spiele (&#8220;da gibt es überhaupt keinen Zweifel&#8221;), dass einzelne kommerzielle Webseiten monatlich Millionenbeträge mit Kinderpornographie einnähmen, dass der Zugang monatlich 80 bis 100 US$ koste. Aber woher diese Zahlen stammen, darauf ging er leider mit keinem Wort ein.</p>
<p>Die Fragen sind naheliegend: Wenn die Zahlen aus anderen Ländern stammen, wie verlässlich sind sie dann? Wird Kinderpornographie dort genau so definiert, wie er es in der Diskussion tut (&#8220;schwerer sexueller Missbrauch&#8221;)?<br />
Oder stammen die Zahlen aus dem Erkenntnisbereich deutscher Behörden? Dann wird es natürlich sehr interessant, wieso die Angebote noch immer online sind, noch immer Millionen umsetzen, warum die an der Zahlungsabwicklung beteiligten Kreditinstitute noch nicht zur Mitarbeit aufgefordert wurden und warum Anbieter und Kunden noch immer auf freiem Fuß sind.<br />
Zierke nennt Beispiele von jahrelangen Ermittlungen, die schließlich zu tausenden Verdächtigen in beinahe hundert Ländern führten. Gut möglich also, dass das konkrete Beispiel der millionenschweren Kinderporno-Webseiten aus laufenden Ermittlungen stammt &#8211; nur sollte es doch dann möglich sein, auf diese Ermittlungen konkret zu verweisen, was er aber nicht tut. Daher sieht es so aus, als wären entweder die Zahlen ziemlich beliebig aus irgendwelchen Statistiken zusammengeklaut oder als gäbe es konkret benennbare Angebote, gegen die nur niemand was unternimmt.</p>
<h2>Fail-States</h2>
<p>Ein weiteres Argument für die Errichtung nationaler Internet-Blockaden ist die Platzierung kinderpornographischer Angebote in Ländern, in denen wahlweise keine Gesetze gegen Kinderpornographie existieren oder in denen bestehende Gesetze nicht durchgesetzt werden. Es wurde mehrfach gefragt, um welche Länder es sich dabei handelt. Zierke erläuterte, dass ihm 20 bis 30 Länder bekannt seien, auf die diese Bedingungen zuträfen. Als Vertreter einer Behörde könne er sie aber nicht beim Namen nennen, sonst müsse er sich demnächst den Botschaftern erklären. Wer die betreffenden Länder benannt haben wolle, sollte eine Anfrage an das Parlament stellen, beispielsweise mit Hilfe des Petitionsausschusses.</p>
<p>Auch hier gibt es offensichtliche Probleme: Noch vor der Verabschiedung des Zugangserschwerungsgesetzes waren über 100.000 Unterschriften dagegen gesammelt &#8211; aber das Gesetz tritt erst einmal munter in Kraft, bis sich irgendwann im Oktober der Petitionsausschuss damit befasst. Herzlichen Dank für diesen sachdienlichen Hinweis, Herr Präsident. :-/</p>
<p>Noch viel offensichtlicher: Kann es im Interesse der Bundesregierung sein, die Fail-States <strong>nicht</strong> öffentlich zu benennen? Man sollte allerdings Zierke zugestehen, dass dies nicht seine Entscheidung ist. In Kombination mit dem <a href="http://www.heise.de/newsticker/Familienministerin-bedauert-Kinderporno-Fauxpas-mit-Indien--/meldung/142065">Schlingerkurs der Regierung</a> sieht es allerdings im Moment sehr so aus, als wollte man sich lieber nicht festlegen, sondern das Totschlagargument der Fail-States möglichst lange aufrecht erhalten.</p>
<h2>Wirksamkeit der DNS-Sperren</h2>
<p>Es gibt beim Zugangserschwerungsgesetz vieles zu kritisieren, ich möchte aber nicht noch mehr bekannte Argumente wiederholen. Ein Argument habe ich bisher in der Debatte allerdings vollkommen vermisst: Eine Art Beweislastumkehr, die Zierke argumentativ vornimmt. Zitat Zierke, ca. Minute 25:</p>
<blockquote><p>Die bewusste Umgehung des Stoppschildes ist für den, der es macht, nicht ohne Risiko.</p></blockquote>
<p>Diese Argumentation wiederholt er im Verlauf der Diskussion mehrfach, wie wir gleich sehen werden. Weil dies von vergleichsweise entscheidender Bedeutung ist, möchte ich vorab auf die technische Seite der <acronym title="Domain Name System">DNS</acronym>-Sperren eingehen. Die DNS-Sperren gelten zu Recht als wenig effektiv, sind im Gesetz aber als Mindestvoraussetzung vorgeschrieben. Derzeit deutet vieles darauf hin, dass die betroffenen Internet Service Provider genau diese DNS-Sperren vornehmen werden, weil der Aufwand vergleichsweise gering ist.</p>
<p>DNS-Sperre bedeutet, dass der DNS-Server meines Internetzugangsanbieters (<acronym title="Internet Service Provider">ISP</acronym>) für gesperrte Domains eine falsche Antwort liefert. Das ist etwa so, als würde die Telefonauskunft auf die Frage &#8220;Wo wohnt Herr Michael Kinderschänder?&#8221; mit der Anschrift der Polizei antworten.<br />
Der DNS-Server meines ISPs ist allerdings eher so eine Art Empfehlung bzw. Voreinstellung. Wenn ich sonst nichts weiter unternehme, dann verwendet jede Namensauflösung meines Computers eben diese DNS-Server, die mir zur Verfügung gestellt werden. Das ist etwa so, als hätte mein Telefonanbieter unter einer einprägsamen Nummer eine Telefonauskunft &#8211; ohne weitere Vorwahl lande ich dann halt bei der Auskunft meines Telefonanbieters.</p>
<p>Es ist aber vollkommen legal, legitim und sinnvoll, diese Empfehlung bzw. Voreinstellung zu ignorieren und stattdessen alternative DNS-Server zu verwenden. Das ist ungefähr so, als würde ich als Telekom-Kunde lieber die Arcor-Auskunft anrufen, oder die Auskunft von AT&amp;T in den USA oder von wem auch immer. Im Internet verursacht mir diese freie Auswahl von DNS-Servern keinerlei zusätzliche Kosten.</p>
<p>Sinnvoll ist das vor allem aus zwei Gründen:</p>
<ol>
<li>Es ist für mich nicht nachvollziehbar, ob die Nameserver meines ISPs vor sog. <a href="http://www.heise.de/security/Massives-DNS-Sicherheitsproblem-gefaehrdet-das-Internet--/news/meldung/110641">Pharming-Angriffen</a> geschützt sind</li>
<li>Große ISPs <a href="http://www.heise.de/netze/Telekom-leitet-DNS-Fehlermeldungen-um--/news/meldung/136338">manipulieren bereits jetzt das Domain Name System</a>.</li>
</ol>
<p>Um es kurz zu verdeutlichen: Vor etwas über einem Jahr war ein Sicherheitsproblem im Domain Name System verantwortlich für eine der ungewöhnlichsten und konzertiertesten Patch-Aktionen in der Geschichte des Internet. <strong>Jeder</strong> Hacker, der dieses Problem vorher kannte, war in der Lage, beliebigen öffentlich erreichbaren (puffernden) Nameservern beliebige Fälschungen unterzuschieben. Jeder Nutzer dieser Nameserver war ohne eigenes Verschulden davon betroffen. Und es gibt keinerlei Garantie, dass nicht weitere Sicherheitslücken in allen verbreiteten Nameservern schlummern, die nur noch niemand aufgedeckt hat.<br />
Jeder ansatzweise verantwortungsbewusste Hobby-Admin verwendet seit über einem Jahr also nicht mehr die empfohlenen Nameserver des ISPs. Einerseits gibt es zahlreiche frei verfügbare Nameserver (auch bei denen weiß ich natürlich nicht, wie sie abgesichert sind und ob sie Antworten manipulieren). Andererseits ist es vergleichsweise trivial, einen puffernden Nameserver selbst zu betreiben, bevorzugt im lokalen Netz, wo er keine Angriffsfläche für die große weite Welt bietet.<br />
Ein solcher lokaler Nameserver fragt aber eben nicht die Nameserver meines ISPs ab, sondern er führt seine eigenen Abfragen durch. Kurz gesagt: Wer ein solches Setup betreibt, ist zum gegenwärtigen Stand in keinster Weise von eventuellen DNS-Manipulationen des ISPs betroffen &#8211; auch die Kinderporno-Sperren auf DNS-Ebene greifen also überhaupt nicht.</p>
<h2>Ganz gefährliches Argument</h2>
<p>Zierke argumentiert nun, eine Umgehung der Sperren würde vor Gericht nicht gut aussehen, das BKA könne so etwas z.B. auf beschlagnahmten Computern nachvollziehen (Zitat ab ca. 65:15 Minuten):</p>
<blockquote><p>Da gucken wir uns gaanz genau an, welchen Weg Sie gegangen sind, mit welchen Adressen. Und dann kann ich Ihnen sagen, dann ist das Risiko, das Sie eingegangen sind, nämlich deshalb ein Risiko, weil wir sagen können, Sie haben mit Vorsatz dieses umgangen. Und das ist die Information für den Staatsanwalt, für den Richter. Und von daher kann ich die Diskussion, dass das Ganze nicht wirkungsvoll ist, nur dann verstehen, wenn Sie alle der Meinung sind, Gesetze muss man nicht beachten.</p></blockquote>
<p>Herr Zierke vertritt hier die fatale Fehlannahme, dass ab Inkrafttreten des Zugangserschwerungsgesetzes jeder einzelne Zugriff auf gesperrte Inhalte eine strafbare Umgehung der Sperre bedeutet. Fatal in zweifacher Hinsicht:</p>
<ol>
<li>Der technische Mangel der Sperren wird rechtlich ausgehebelt.</li>
<li>Aus der Nicht-Teilnahme an den freiwilligen Sperren wird ein strafrechtlich relevanter Vorsatz abgeleitet.</li>
</ol>
<p>Gegen Ende der Veranstaltung wird sehr klar auf genau diesen Aspekt hingewiesen. Eine Frage an Zierke lautet (Zeitindex ca. 107 Minuten):</p>
<blockquote><p>Und dann noch zu den DNS-Sperren. Also, ist es tatsächlich so, dass die Umgehung der DNS-Sperre strafbar ist? Also, das steht auf dem Stopp-Schild, soweit ich weiß, das steht aber nicht in dem Gesetz. Und wenn, also, wenn es tatsächlich strafbar ist, die DNS-Sperre zu umgehen, dann, wo steht das, und wie kommt es dann, dass eigentlich im Grunde genommen jeder, also sogar die SPD, die ihren eigenen DNS-Server benutzt, diese Sperrliste natürlich nicht umsetzen muss?</p></blockquote>
<p>Die Diskussion ist leider insgesamt etwas durcheinander. Aber immerhin nur ca. zwei Minuten später geht Zierke darauf folgendermaßen ein (Zeitindex 109:48 Minuten):</p>
<blockquote><p>Ich sage auch nochmal, weil das auch immer wieder ankam: Die Ineffektivität. Also, das kann man nur so diskutieren, wenn man sich außerhalb der Rechtsordnung befindet, um das ganz deutlich zu sagen. Wenn Sie nicht akzeptieren, was strafbar ist, dann können wir&#8217;s so akz&#8230; &#8211; dann müssen wir&#8217;s so diskutieren. Ich setze darauf, dass derjenige, der bei rot an der Ampel steht, auch stehenbleibt und nicht rüberfährt mit dem Auto, und dass Sie sich auch nicht betrunken ins Auto setzen, darauf setze ich. Weil das Gesetz das nicht erlaubt. Und so ist es hier im Grunde auch: Dann können wir mit diesem Argument die Diskussion beenden, weil Sie dann alles in Frage stellen, was strafbar ist, weil man alles umgehen kann. Deshalb brauchen wir Polizei, Staatsanwaltschaft und Richter, weil Menschen hunderttausendfach gegen Gesetze verstoßen in diesem Lande.</p></blockquote>
<p>Um das zu verdeutlichen: Es ist in Deutschland <strong>nicht</strong> strafbar, beliebige DNS-Server zu verwenden. Auch das Zugangserschwerungsgesetz ändert daran nichts. Zierke schlägt hier eine für einen Rechtsstaat äußerst gefährliche und bedenkliche Richtung ein: Er behauptet, das Stoppschild wäre dazu da, Bürger vor Gesetzesverstößen zu schützen. Gleichzeitig behauptet er, jeder Aufruf einer gesperrten Webseite würde automatisch Vorsatz bedeuten &#8211; gezieltes Umgehen der Sperre, um gezielt kinderpornographische und damit illegale Inhalte aufzurufen.</p>
<p>Dieser Argumentation folgend muss das Umgehen der Sperre gar nicht verboten werden. Es genügt, jeden an den Pranger zu stellen, der die Sperre nicht freiwillig zu seinem eigenen Schutz einsetzt. Das ist eine Argumentation, die ich auf ihre Weise noch abscheulicher und noch gefährlicher finde als die widerwärtigen Demagogien der Ursula von der Leyen.</p>
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		<title>Nochmal nachgetreten</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Aug 2009 15:13:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trittbretttreter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn die Demokratie ein Mensch wäre&#8230; Dann hätte sie von der CDU ganz heftig was auf die Fresse gekriegt, wäre am Boden liegend von der SPD in die Eier getreten worden und von der Familienministerin abschließend ins Gesicht. Was unsere Demokratie im Moment braucht, ist Mister Miyagi. Ob (falls sich in einem Monat das Wahlergebnis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn die Demokratie ein Mensch wäre&#8230; Dann hätte sie von der CDU ganz heftig was auf die Fresse gekriegt, wäre am Boden liegend von der SPD in die Eier getreten worden und von der Familienministerin abschließend ins Gesicht.</p>
<p>Was unsere Demokratie im Moment braucht, ist Mister Miyagi.</p>
<p>Ob (falls sich in einem Monat das Wahlergebnis an den Umfragen orientiert)  die FDP diese Rolle ausfüllen kann?</p>
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		<title>Jugendschutz My Ass</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Aug 2009 20:02:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trittbretttreter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ballerspiele]]></category>
		<category><![CDATA[My Ass]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[Wo leben wir hier eigentlich? Die Frage muss man sich seit den Anschlägen vom 11. September immer wieder stellen. Dass Schilys Sicherheitspolitik von Schäuble noch übertroffen würde &#8211; ich hätte das damals nicht für möglich gehalten. Aber abseits der täglichen Bürgerrechtseinschnitte irgendwelcher Wasserköpfe mit Wohnsitz in Berlin gibt es ein Thema, das mich seit langem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wo leben wir hier eigentlich? Die Frage muss man sich seit den Anschlägen vom 11. September immer wieder stellen. Dass Schilys Sicherheitspolitik von Schäuble noch übertroffen würde &#8211; ich hätte das damals nicht für möglich gehalten. Aber abseits der täglichen Bürgerrechtseinschnitte irgendwelcher Wasserköpfe mit Wohnsitz in Berlin gibt es ein Thema, das mich seit langem ernsthaft ärgert: Der deutsche Jugendschutzwahn.</p>
<p>Die Grundidee kann ich ja zunächst nachvollziehen. Nicht alles ist für jeden geeignet. Kinder und Jugendliche sind besonders schutzbedürftig, denn sie müssen erst einmal lernen, in der Welt klarzukommen, sie müssen die ganzen komplexen Regeln lernen, die unseren Umgang miteinander betreffen. Das bedeutet auch, dass man bestimmte Inhalte von ihnen fernhalten sollte, die in erster Linie für Erwachsene gemacht sind: Pornographie und Gewaltdarstellungen stehen da ganz oben auf der Liste, und das ist auch gut so.</p>
<p>Der deutsche Staat hat aber meiner Meinung nach irgendwann den falschen Weg eingeschlagen. Er will nicht regeln, was für Kinder mehr oder weniger geeignet ist. Er will verbindliche Gesetze erlassen, gegen die niemand verstoßen darf. Der Staat regelt, was Kinder und Jugendliche dürfen und was nicht. Aber er macht nicht bei Alkohol oder Zigaretten halt, die zweifelsfrei nicht für Kinder sind (und trotzdem zum Erwachsenwerden dazugehören).</p>
<p>Da ist von &#8220;jugendgefährdenden&#8221; Schriften und Medien und &#8220;Entwicklungsbeeinträchtigung&#8221; die Rede, als würde der bloße Kontakt mit Schmuddelbildern, Kriegsfilmen und Ballerspielen die körperliche Unversehrtheit des Nachwuchses bedrohen, als könnten sich die Kinder niemals zu &#8220;normalen&#8221; Erwachsenen entwickeln, wenn sie im falschen Alter mit filmischem Horror konfrontiert werden.</p>
<p>Lieber Staat: Es ist nicht deine Aufgabe, das vorzuschreiben. Das ist die Aufgabe der Eltern.</p>
<p>Nun sind Eltern nicht automatisch Medienexperten, können schlecht alle Bücher im Voraus lesen und jedes Computerspiel vorab testen, damit die Kinder nicht ungeprüft irgendwelche ungeeigneten Inhalte in die Finger kriegen. Ein <em>Empfehlungs</em>system würde ich also jederzeit unterstützen &#8211; warum sollte man den Eltern nicht eine unverbindliche Empfehlung an die Hand geben, welche Inhalte für welches Alter als geeignet angesehen werden?</p>
<p>Aber ein Verbotssystem, das ist meine Sache nicht. Es kann und darf nicht Aufgabe des Staates sein, jedes Kinderzimmer zu reglementieren. Doch damit nicht genug. Dem deutschen Jugendschutzwahn fallen Freiheiten für die erwachsenen, für die volljährigen und laut Gesetz mündigen Bürger zum Opfer. Jedes Computerspiel, dass nicht von der <acronym title="Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Unterhaltungssoftware_Selbstkontrolle">USK</a></acronym> geprüft wurde, darf nur an Volljährige verkauft werden. Im Kaufhaus ist das einfach zu prüfen: Man zeigt den Ausweis, und alles ist gut. Bei einer Versandbestellung im Internet wird die Sache schon schwieriger &#8211; wie prüft der Anbieter, ob die Bestellung tatsächlich von einem Volljährigen vorgenommen wird?</p>
<p>Hier kommen Alters-Verifikations-Systeme ins Spiel. In der einfachsten Variante faxt man eine Kopie des Personalausweises an den Anbieter, dann kann man die ganzen schönen ab-18-Artikel bestellen. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Postident">Postident</a> wäre eine Alternative &#8211; man lässt sich in einer Postfiliale die Volljährigkeit bescheinigen, und die Post bescheinigt dann dem Anbieter, dass der Kunde tatsächlich volljährig ist. Welchen Aufwand dieses Verfahren für Kunden und Anbieter bedeutet, kann man sich ausmalen. Die ab-18-Bestellung wird dann aber nicht einfach so auf den Weg gebracht, sondern als Sendung mit eigenhändiger Auslieferung. Das heißt, ich muss gegenüber dem Postboten nicht nur nachweisen, dass ich volljährig bin, sondern ich muss ihm auch noch beweisen, dass ich ich bin. Hallo?</p>
<p>Wie wäre es denn mit einer ganz einfachen <acronym title="Alters-Verifikations-System">AVS</acronym>-Variante: Der Liquidität. Nicht umsonst gelten erst Erwachsene als voll geschäftsfähig. Girokonten und Kreditkarten für Kinder gibt es meines Wissens nicht. Aber das ist für unsere Politiker nicht genug &#8211; Sohnemann könnte ja Papas Kreditkarte benutzen, um sich GTA und Co nach Hause liefern zu lassen. Dass Papa dann vielleicht irgendwann fragt, warum irgendwelche Händler da einfach Geld abbuchen, kommt offenbar niemandem in den Sinn.</p>
<p>Die USK ist ohnehin schon eine deutsche Sonderregelung, eine eigene Organisation, die nur dazu da ist, Computerspielen eine Alterseinschätzung mitzugeben, die dann für jeden Bürger und Händler verbindlich ist. Natürlich prüft die USK nur deutsche Lokalisierungen. Das gleiche Programm in englischer Sprache ist quasi automatisch ab 18, weil nicht USK-geprüft.</p>
<p>Was Meinugs- und Kunstfreiheit gerade im Zusammenhang mit gewalthaltigen Medien angeht, sind die USA erfreulicherweise traditionell erheblich weniger faschistoid als die Bundesrepublik. Das <a href="http://www.esrb.org/about/index.jsp">Enternainment Software Rating Board</a> (ESRB) beschreibt seinen Aufgabe so:</p>
<blockquote><p><strong>Mission</strong></p>
<p>To empower consumers, especially parents, with the ability to make informed decisions about the computer and video games they choose for their families [...]</p></blockquote>
<p>Frei übersetzt:</p>
<blockquote><p><strong>Mission</strong></p>
<p>Konsumenten, insbesondere Eltern, die Möglichkeit an die Hand zu geben, wohl informierte Entscheidungen über Computer- und Videospiele zu treffen, die sie für ihre Familien auswählen [...]</p></blockquote>
<p>Könnte es sein, dass da jemand an den mündigen Bürger denkt, der seine eigenen, freien und wohl informierten Entscheidungen für sich und seine Familie trifft? Dieser Anflug eines sinnvollen Gedankens ist erstaunlicherweise sogar in Europa anzutreffen, denn hier gibt es die <a href="http://www.pegi.info/">Pan European Game Information</a> (PEGI).</p>
<blockquote><p>The Pan-European Game Information (PEGI) age rating system was established to help European parents make informed decisions on buying computer games.</p></blockquote>
<p>Frei übersetzt:</p>
<blockquote><p>Das Pan-European Game Information (PEGI) System zur Alterseinstufung wurde entwickelt, damit europäische Eltern informierte Entscheidungen über den Kauf von Computerspielen treffen können.</p></blockquote>
<p>Hossa! Noch so ein Text über Verantwortung und Information. Wenn ich mich nicht verzählt habe, hat PEGI im Moment 30 Mitgliedsstaaten. Deutschland ist natürlich nicht dabei, wir haben ja die USK. Und trotzdem reißt der Strom unreflektierter Verbotsforderungen von gewaltverherrlichenden Computerspielen nicht ab.</p>
<p>Lassen wir uns das kurz auf der Zunge zergehen: Es gibt in Deutschland Politiker, die fordern nicht einfach eine höhere Alterseinstufung für bestimmte Computerspiele, sondern sie fordern Herstellungs- und Abgabeverbote. Will sagen, Spieleschmieden wie <a href="http://www.crytek.com/">Crytek</a>, die sich international einen Namen gemacht haben und tatsächlich profitabel arbeiten, wären in Deutschland verboten, die Mitarbeiter mit Geld- und Gefängsnisstrafen bedroht. Wegen der Herstellung von Spielen, die in Deutschland im Moment keine Jugendfreigabe haben und vom ESRB mit einem &#8220;M&#8221; Rating (geeignet ab 17 Jahren) versehen sind. <strong>Hallo?</strong></p>
<p>Es gibt in Deutschland noch immer Meinungsfreiheit. <span style="text-decoration: line-through;">Leider</span> Zum Glück sogar für Politiker. Daher kann ich nur in den schärfsten mit den Gesetz vereinbaren Worten sagen, was ich von diesen Ansichten halte. Es sind Leute unterwegs, die wollen nicht einfach ein paar allgemeine Regeln aufstellen, sondern sie wollen vor dem Hintergrund menschenverachtender Gewaltdarstellungen ein ganzes Genre ausrotten. Ein gewisser George Walker Bush führt vor unseren Augen einen Krieg, von dem jeder wusste, dass die Gründe erstunken und erlogen waren. In Afrika wurden und werden Menschen gemetzelt, weil sie im falschen Land leben. Und hier gibt es Leute, die wollen <em>Spiele</em> wegen ihrer grausamen Darstellungen verbieten? Ich glaube, ich spinne. Ich glaube, ich lebe nicht einfach im falschen Land, sondern auf dem falschen verdammten Planeten.</p>
<p>Wenn man glaubt, blöder geht&#8217;s nicht mehr, dann kommt immer noch irgendein CSU-Spinner hervorgekrochen. Einer, der seit Jahren schon gegen Ballerspiele und eigentlich generell gegen Computerspiele wettert. Der lässt sich dann mal vorführen, was moderne Grafikkarten für eine blutige Pracht auf den Bildschirm zaubern können und kommentiert dann, er wäre regelrecht erschüttert. Kann man besser demonstrieren, dass man vorher nicht die geringste Ahnung hatte, wovon man eigentlich redet?<br />
Und gerade wenn man sich denkt &#8220;Ein Glück, dass der nix mehr zu sagen hat&#8230;&#8221;, steht schon <a href="http://www.heise.de/newsticker/Bayerns-Innenminister-bei-Killerspielen-kontra-JU-und-katholische-Jugend--/meldung/138396">der Nachfolger</a> bereit.</p>
<p>Geht es nur mir so, dass ich hier eine Gedankenpolizei sehe, die demnächst eingeführt wird?</p>
<h2>Die Amokläufe</h2>
<p>Aber die Verbotsfraktion glaubt natürlich ein ganz gewichtiges Argument auf ihrer Seite zu haben: Es geht ja nicht nur um allgemein menschenverachtende Inhalte. Nein, die Kinder und Jugendlichen werden ja förmlich zu brutalen Gewalttaten angestachelt, simulieren am Rechner schonmal die Tat.<br />
Für jede wissenschaftliche Studie, die etwa von hannoveraner Ober-Pfeiffen angefertigt wird, gibt es vermutlich mindestens eine Meta-Studie, die Befangenheit, Voreingenommenheit und einen schwerwiegenden Mangel wissenschaftlicher Methoden konstatiert. Und trotzdem wissen sie es alle ganz genau: Die medienwirksamen Mordtaten von Erfurt, Emsdetten, Winnenden und Co sind alle nur wegen der schlimmen Computerspiele passiert.</p>
<p>Ich sag euch mal was: ZDF bis RTL tragen an den Taten mehr Schuld als Counter-Strike, GTA und Doom zusammen. Tagelange Berichterstattung, exzessive Betroffeneninterviews, Belagerung des Täter-Elternhauses, ARD Brennpunkt, ZDF Spezial und RTL Schlagmichtot, <strong>das</strong> fördert Nachahmungen bei durchgeknallten Jugendlichen, die möglichst effektvoll aus dem Leben treten wollen. Mit Computerspielen hat das ungefähr so viel zu tun wie Weißbrot.</p>
<p>Wer hat sich schon den <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24032/1.html">Abschiedsbrief des Täters von Emsdetten</a> durchgelesen, der in einer Rekordzeit aus dem Netz genommen wurde, dass Kinderporno-Sperrbefürworter sich gleich mehrere Scheiben davon abschneiden könnten? Da steht nichts von &#8220;Lock and Load&#8221;, kein &#8220;Ihr werdet alle durch Headshots mit der USP sterben!&#8221;. Da steht was von &#8220;Hass&#8221; und &#8220;Rache&#8221;, von ätzenden Lehrern und noch schlimmeren Mitschülern.</p>
<p>Liebe Politiker: Computerspiele machen nicht aggressiv. Aber auch aggressive Leute spielen Computerspiele. So und nicht anders herum.<br />
Aggressiv werde ich eher, wenn Stunden nach einer Gewalttat geäußert wird, man solle jetzt keine voreiligen Waffenverbote fordern. Hat eigentlich mal jemand geprüft, wie viele Vertreter der &#8220;Computerspiele gehören Verboten&#8221;-Fraktion gleichzeitig im Schützenverein sind?</p>
<p>Mit einer Maus kann ich halbwegs umgehen, je nach Shooter sehe ich sogar online nicht so alt aus, wie ich bin. Mit einer echten Waffe wüsste ich allerdings nicht umzugehen (richtig: Ich habe den Wehrdienst verweigert). Meine einzigen Computeraccessoires, die ich für ansatzweise waffentauglich halte, sind das Falcon 4 Handbuch (habe mal gelesen, es wäre umfangreicher als das Telefonbuch von Düsseldorf) und der Thrustmaster Joystick. Nicht gerade Amoklauf-tauglich, und das dürfte bei den meisten Spielern dieses Landes genauso aussehen.</p>
<h2>Öffentliche Ächtung</h2>
<p>Dieser ganze Verbots-Blödsinn ist ja schlimm genug, aber meistens &#8211; immerhin &#8211; eine Einzelmeinung. Regelrecht erschreckend wird es, wenn gleich ganze E-Sport-Veranstaltungen <span style="text-decoration: line-through;">verboten</span> abgesagt werden, die lange vorher angemeldet waren und die in den Vorjahren keine Probleme verursachten. Seit der Tat von Winnenden ist der ohnehin CSU-geschädigte süddeutsche Raum ganz übel dran, gleich mehrfach wurden Veranstaltungen in Stuttgart und Karlsruhe abgesagt. Immerhin richtige Turniere mit Regeln, Preisgeldern, Gewinnern und so.</p>
<p>Dass man gleichzeitig vielleicht mal das Boxen verbieten sollte, wo sich echte Menschen echte Knochen vertrimmen, die Idee habe ich in letzter Zeit allerdings ziemlich selten gehört. Die großen Leistungsschauen der Pharmaindustrie (Tour de France, Leichtathhletik-WM) können auf Dauer auch nicht gesundheitsfördernd sein, sind aber genauso erlaubt wie selbstmörderische Geschwindigkeiten in der Formel 1. Aber Daddeln, wo eine Sehnenscheidenentzündung und Rückenprobleme die schlimmsten zu erwartenden Verletzungen sind, das soll verboten und geächtet werden? Ich glaube, ich lebe hier im falschen verdammten Universum.</p>
<p>Unter dem Deckmantel des Jugendschutzes etablieren nicht wenige Politiker ein System, das keine objektiv beurteilbaren Gefahren bekämpft. Alte Säcke wollen bestimmen, was erlaubt und was verboten ist und orientieren sich an Moralvorstellungen, die man wahrscheinlich selbst in den 60ern als spiessig und erz-konservativ bezeichnet hätte (sollte dies hier wider Erwarten jemand lesen, der mich aus eigener Erfahrung des Gegenteils belehrt, korrigiere ich mich gerne).</p>
<p>Ich kann dazu nur sagen: Jugendschutz my ass. Welche Spiele ich auf meinem Rechner daddele, ist verdammt nochmal nicht die Sache unserer Politiker, und welche Spiele die Kinder in diesem Land spielen, ist verdammt nochmal die Sache ihrer Eltern.</p>
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		<title>A7</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Aug 2009 02:56:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Trittbretttreter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit Beginn der Diskussion um &#8220;Stopp-Schilder&#8221; im WWW gegen kinderpornographische Inhalte versuche ich, einen treffenden Vergleich zu finden. Der Folgende passt denke ich ganz gut: Irgendwo in Kassel verkauft jemand DVDs mit kinderpornographischen Inhalten, die eindeutig gegen geltendes Recht verstoßen. Die Strafverfolgungsbehörden werden darauf aufmerksam. Sie dursuchen aber nicht die Wohnung des Händlers. Sie beschlagnahmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Beginn der Diskussion um &#8220;Stopp-Schilder&#8221; im <acronym title="World Wide Web">WWW</acronym> gegen kinderpornographische Inhalte versuche ich, einen treffenden Vergleich zu finden. Der Folgende passt denke ich ganz gut:</p>
<blockquote><p>Irgendwo in Kassel verkauft jemand DVDs mit kinderpornographischen Inhalten, die eindeutig gegen geltendes Recht verstoßen. Die Strafverfolgungsbehörden werden darauf aufmerksam. Sie dursuchen aber nicht die Wohnung des Händlers. Sie beschlagnahmen das angebotene Material nicht.</p>
<p>Stattdessen wird die Autobahnmeisterei damit beauftragt, die Navigationsgeräte aller Autos auf der A7 Richtung Kassel so zu manipulieren, dass niemand zur Adresse des Händlers gelangt . Wer die Adresse ansteuert, wird vom Navi auf einen Parkplatz der Autobahnmeisterei geschickt, wo ein großes &#8220;Stopp&#8221;-Schild steht.</p>
<p>Wer kein Navi benutzt, sondern eine altmodische Straßenkarte, der fällt durch das Raster. Nach der Logik der Sperrbefürworter geht das so: Wer bei der Adresse des Händlers landet, der hat bewusst und gezielt die Sperre umgangen und ist daher besonders verdächtig, dass er sich illegales Material beschaffen wollte. Ob der Händler möglicherweise in einem Hochhaus mit zig Parteien wohnt, interessiert dabei nicht so unbedingt.</p>
<p>Damit diese Sperren nicht undurchsichtig bleiben, soll die zum Glück jemand kontrollieren. Der Bundesbeauftragte für die Straßenbegrünung darf ein Expertengremium benennen, das mindestens einmal alle drei Monate in Stichproben nachschaut, ob die gesperrten Adressen auch wirklich gesperrt gehören. Findet der Straßenbegrüner zwar doof, weil er von der Thematik berufsbedingt keine Ahnung hat und auch niemanden kennt, der mehr Ahnung hätte, aber ihm bleibt da keine Wahl.</p></blockquote>
<p>Klingt völlig behämmert? Man ersetze &#8220;A7&#8243; mit &#8220;Internet&#8221;, man ersetze &#8220;Autobahnmeisterei&#8221; mit &#8220;Internetzugangsanbieter&#8221; und &#8220;Navi&#8221; mit &#8220;DNS&#8221; &#8211; das ist das von Bundestag und Bundesrat beschlossene &#8220;Gesetz zur Erschwerung des Zugangs zu kinderpornographischen Inhalten in Kommunikationsnetzen&#8221;. Und der Straßenbegrüner ist eigentlich der Datenschützer.</p>
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